Wittenberger Regenwasserproblem : Ärger über Rinnen am Straßenrand

düsterweg

Neue Minigräben in der Feldstraße und im Düsterweg zum Versickern von Regenwasser. Anwohner zweifeln am Sinn dieser Maßnahme

svz.de von
18. März 2014, 08:00 Uhr

Ein Bagger zieht entlang der Feldstraße neben der Asphaltfahrbahn eine Rinne. Auch im Düsterweg ist die Technik im Einsatz, hebt im Straßenbankett eine Art Minigraben aus. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass bei starkem Regen das Wasser von der Straße kommt, im Seitenbereich versickern kann“, sagt Harald Schulz aus dem Tiefbaubereich des städtischen Bauamtes zum Warum dieser Maßnahme. Die Stadt als Baulastträger, also Eigentümer der Straße, müsse diese Verantwortung wahrnehmen.

Lindenberger, die täglich in der Feldstraße unterwegs sind, und Anwohner aus dem Düsterweg sind von dieser Maßnahme nicht so überzeugt, sie schlagen Alarm, machen auch beim „Prignitzer“ ihrem Unmut Luft. Die Lindenbergerin Ellen Kübeck beispielsweise sagt, dass zumindest in dem Teil der Feldstraße Richtung Bentwischer Chaussee, „die tiefen Rinnen wieder zugeschoben werden müssen“. Wenn sich zwei Pkw begegnen, könnten sie sich dort ja noch ausweichen, „kommt einem dort ein Bus entgegen, klappt das nicht mehr“.

Das Bauamt widerspricht, es sei genügend Platz, um auszuweichen, und erinnert an den Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung, der zur gegenseitigen Rücksichtnahme verpflichtet. Außerdem erinnert Harald Schulz an Klagen von Lindenbergern über die ewigen Pfützen, in denen sich bei Regen das von der Fahrbahn fließende Wasser sammelte. In den jetzt gezogenen Rinnen mit der aufgelockerten Erde werde das Wasser schneller versickern, ist das Bauamt überzeugt. Das gelte auch für den Düsterweg, wo sich auf dem unbefestigten Gehweg Pfützen bilden.

Dass das mit dem Wasserabfluss Richtung der neuen Mulden funktioniert, zweifelte gestern eine Lindenbergerin an. Dazu müsste, so sagt sie, die Straße wohl mehr seitliches Gefälle haben.

Sicher, so die Tiefbauabteilung, ein sogenanntes Regelgefälle haben die Fahrbahnen nicht, „aber wir haben die Mulden dort angelegt, wo die Straßen ihre Tiefpunkte haben“. Bei Starkregen fließe das Wasser dorthin.

Im Düsterweg machen sich Anlieger außerdem Gedanken, wie das mit dem ausgewiesenen Parken auf dem Seitenstreifen funktionieren soll, wenn dort jetzt der Minigraben verläuft. „Zum Parken im Seitenbereich ist auf jeden Fall genügend Platz, die Straße ist breit“, so das Bauamt. Das Ordnungsamt werde sich die Gegebenheiten vor Ort noch ansehen, gegebenenfalls die Parkanordnung etwas anpassen.

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