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Tauchturm : Abtauchen auf der Ölmühle: Profis und Anfänger sind fasziniert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Erste Tauchnacht zieht Anfänger und Profis an. Vorträge über Ausrüstung und gesundheitliche Gefahren ergänzen das Angebot.

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 04:45 Uhr

„Du musst richtig ausatmen“ sagt Rico Schädler und Antje Trautz schließt ihre Lippen um den Atemregler. Noch ist es eine Trockenübung, gleich wird die Schwerinerin ihren ersten Tauchgang machen. Druckausgleich, Weste aufpusten, Luft ablassen, Maske niemals absetzen, immer Blickkontakt halten. Rico Schädler nimmt sich die Zeit und seinen Schützlingen die Aufregung. Am Sonnabend betreut er die Anfänger in der ersten Wittenberger Tauchnacht auf der Ölmühle.

Ein Schritt nach vorn, Antje Trautz plumpst ins Becken des einzigen Tauchturms Norddeutschlands. Rund 15 Minuten später ist die junge Frau um eine Erfahrung reicher und schaut Rico Schädler glücklich an: „Du hast mir echt die Angst genommen. Danke“, sagt sie und lächelt. Im Internet hatte sie von der Tauchnacht erfahren und reiste von Schwerin an. „Anfangs hatte ich Angst, unter Wasser zu atmen, aber dann ging es. Das war total klasse“, sagt sie.

Eine ganze Reihe von Besuchern nahm das Angebot des Schnuppertauchens an, darunter waren auch Kinder. Wer alt genug war und unter Wasser keine Probleme hatte, durfte mit seinem Betreuer richtig abtauchen. „Ich war zehn Meter tief. Das ist Wahnsinn“, sagt der zwölfjährige Niklas. Für ihn steht fest: Er möchte seinen Tauchschein machen.

Gekommen sind auch Profis, die sonst zusammen mit Delphinen oder bunten Clownsfischen tauchen. Stefan Horner und Susanne Mittendorf leben in Hamburg, hatten vor drei Wochen auf der Ölmühle übernachtet und von der Tauchnacht erfahren. „So weit ist es für uns nicht und das klang alles sehr spannend“, sagen sie.

Tauchen in Deutschland sei im Winter eine saukalte Angelegenheit. Ein Tauchturm die hervorragende Alternative, wenn man einfach mal wieder abtauchen möchte. „Du kannst in aller Ruhe Techniken üben, dein Wissen auffrischen und neues Equipment testen“, so Susanne Mittendorf.

Diverse Hersteller sind gekommen, um ihr Equipment zu präsentieren. Alles darf im Wasser ausprobiert werden. Aber das wichtigste beim Tauchen ist die Sicherheit. Der Wittenberger Taucharzt Christian Berndt referiert über mögliche Gefahren, gibt Tipps für einen gelungenen Tauchgang. Für Anfänger ist das ein guter Überblick, für Profis eine Auffrischung ihres Wissens.

Lutz Lange von der Genesis GmbH als Eigentümerin des Geländes hatte die Tauchnacht zusammen mit Tauchlehrer Chris Isberner organisiert. „Parallel zu unserer Hochzeitsmesse wollen wir die Veranstaltung jährlich etablieren. Das heutige Interesse ermutigt uns dazu“, sagt Lange.

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