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Klettergarten Wittenberge : Absturz im Kletterturm – Kind verletzt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Betreiber verweisen auf redundantes Sicherungssystem, das nur mutwillig umgangen werden kann

von
erstellt am 21.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Im Kletterturm auf der Wittenberger Ölmühle ist gestern ein Kind abgestürzt. Der Unfall ereignete sich gegen 10 Uhr, als eine Hortgruppe aus Potsdam den Klettergarten nutzte. Der Junge wurde vom Notarzt vor Ort untersucht und anschließend ins Krankenhaus nach Perleberg gebracht.

Warum das Kind abstürzte, ist bislang nicht geklärt. Der Betreiber des Kletterturms, die Genesis GmbH, verweist auf das redundante Sicherungssystem, das im Klettergarten zum Einsatz kommt. Dabei verfügt jeder Kletterer über einen Gurt mit zwei Karabinerhaken, von denen stets einer in einem der Sicherungsseile eingehängt sein muss. Eine spezielle Mechanik verhindert, dass beide Karabiner gleichzeitig geöffnet werden und der Kletterer sich so aus der Sicherungskette löst. Laut Hersteller des Sicherungssystems kommt die Schutzwirkung jedoch nur bei ordnungsgemäßem Gebrauch voll zum Tragen.

„Alle Teilnehmer werden von unseren Klettertrainern genau in die Funktion des Systems eingewiesen“, sagte Genesis-Gesellschafter Lutz Lange auf „Prignitzer“-Nachfrage. Auch der verunglückte Junge sei belehrt und eingewiesen worden. „Da wir ein technisches Versagen ausschließen können, ist die Ursache für uns noch nicht klar. Wir wollen mit dem Jungen sprechen, sobald er aus dem Krankenhaus kommt“, so Lange. Seit der Eröffnung des Hochseilgartens hätten rund 5500 Gäste die Anlage genutzt, nie sei etwas passiert. „Wir haben uns extra für das spezielle Sicherungssystem entschieden, weil wir viel mit Schulklassen arbeiten und die Sicherheit oberste Priorität hat.“

Man sei froh, dass nicht mehr passiert ist und die Erste Hilfe sehr gut funktioniert habe, so Lange.

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