Abschiedsappell vor Auslandseinsatz

<strong>Die Vorbereitungen laufen: </strong>Bereits am Wochenende rollten insgesamt 300 Militärfahrzeuge im Hafen von Travemünde über die Verladerampe. Darunter auch die Wagen aus Havelberg.<foto>DPA</foto>
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Die Vorbereitungen laufen: Bereits am Wochenende rollten insgesamt 300 Militärfahrzeuge im Hafen von Travemünde über die Verladerampe. Darunter auch die Wagen aus Havelberg.DPA

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09. Januar 2013, 06:44 Uhr

Havelberg | Nur noch gut 6000 deutsche Soldaten sind derzeit im Auslandseinsatz. Doch die Zahl steigt, nachdem das Mandat zur Verstärkung der Nato-Luftverteidigung durch das Waffensystem Patriot beschlossen wurde. Auch aus der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg brechen Soldaten in die Türkei auf, um den Nato-Bündnispartner vor Angriffen aus Syrien zu schützen.

Heute werden insgesamt 19 Soldaten mit einem Verabschiedungsappell in den Einsatz entlassen. Ihre Aufgabe besteht in der strategischen Anbindung an das Einsatzführungskommando. "Einfach gesagt, sie sollen die Kommunikation ins Heimatland sicherstellen und sozusagen eine Standleitung nach Deutschland aufrechterhalten", verdeutlicht Pressesprecher Leutnant Patrick Becker.

Dabei sind die 60 Soldaten, die aufgeteilt in drei Kontingente mit je 20 Personen im Laufe des Jahres in die Türkei aufbrechen, speziell als Führungsunterstützungskräfte ausgebildet. "Egal ob Video- oder Digitalübertragung, gesichert, ungesichert oder geheim, die Fähigkeiten der Soldaten sind ausschließlich dafür ausgebildet worden. Das dauert sehr lange. Manchmal sechs Monate, größtenteils sogar zwei Jahre", erklärt Becker.

Die Kommunikation vor Ort liegt dabei komplett und federführend in der Hand der Havelberger. In welchem Umfang die Soldaten des Führungsunterstützungsbataillons 382 allerdings in die Türkei aufbrechen, ist noch nicht endgültig abzusehen. "Alle vier Monate wird durchgetauscht, so dass dann 60 Soldaten im Einsatz waren. Wenn das System allerdings steht, der Betrieb eingespielt ist und nur noch die Überwachung und Wartung ansteht, muss man vor Ort entscheiden, wie viele Personen nötig sind", führt Becker an.

Die ersten 19 Soldaten werden, nach ihrer heutigen Verabschiedung ins 1. Einsatzkontingent "Active Fence Turkey"(Aktive Schranke), innerhalb von zwei Wochen in die Türkei aufbrechen. Ihnen voranreisen wird das Material, das man für die Kommunikation benötigt. "Insgesamt 13 Fahrzeuge, beladen mit Satellitentechnik und -schüsseln sind deshalb bereits am Wochenende von Travemünde aus zentral verschifft worden", so Becker.

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