zur Navigation springen
Der Prignitzer

21. Oktober 2017 | 04:48 Uhr

Abschied und Neuanfang

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Förderverein Lenzener Elbtalaue aufgelöst / Partner übernehmen Aufgaben / Torsten Jacob ist stolz auf das Erreichte

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 14:30 Uhr

Der Förderverein Lenzener Elbtalaue (FVLE) ist endgültig Geschichte. Nachdem die Mitglieder bereits im vergangenen Jahr die Auflösung des 2004 aus der Gesellschaft zur Wirtschaftsförderung Qualifizierung und Beschäftigung Lenzen (GWL) hervorgegangenen Vereins beschlossen hatten, beendete er nun mit einer Dankeschönveranstaltung für jahrelang tätige Mitarbeiter seine Arbeit.
Hauptgrund für die Auflösung des Fördervereins waren Kürzungen bei den staatlich geförderten Arbeitsgelegenheiten. „Wir haben zwar Maßnahmen beantragen können, für die Führungskräfte waren aber keine Gelder mehr vorhanden“, sagte FVLE-Vorsitzender Torsten Jacob, der 2009 sein Amt von Mitbegründer Horst Möhring übernahm. „Die Leitung des Vereins konnte nicht mehr wirtschaftlich betrieben und bezahlt werden.“ Zuletzt arbeiteten die Führungskräfte ehrenamtlich.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hatte es sich der Verein und die Vorgängergesellschaft unter Federführung der langjährigen Geschäftsführerin und „Frau der ersten Stunde“, Christiane Saß, zur Aufgabe gemacht, Projekte für Beschäftigung und Bildung zu entwickeln und damit die Eingliederungschancen für Arbeitslose und benachteiligten Personengruppen für den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Zu diesem Zwecke nutzte der Verein die Möglichkeit öffentlicher Beihilfen, insbesondere die der Arbeitsförderung.

Gemeinsam mit dem Amt Lenzen und den Gemeinden und Vereinen wurden Maßnahmen initiiert, die Arbeitsgelegenheiten schafften. Beispiele dafür sind die Filzmanufaktur und der Naturlehrgarten. Die Motivationswerkstatt, die Kleiderkammer und die Tafel für Bedürftige sowie das von Heidelore Dorn betreute Bürgerbüro gehen ebenfalls auf die Initiative des Fördervereins zurück.
Rückblickend ist Torsten Jacob stolz auf das Erreichte: „Wir haben Leute in geförderte Arbeit gebracht, damit die soziale Not gelindert und durch die Unterstützung des Vereins den Menschen das Selbstwertgefühl erhalten. Viele landschaftsprägende Elemente wurden geschaffen und betreut.“ Mitglieder des Vereins wie Sybille Hoppe oder Christiane Saß waren zudem Hauptinitiatoren des über Ländergrenzen hinweg viel beachteten Filzfestes.
In den letzten Monaten galt das Augenmerk des Vereins der Suche nach neuen Trägern für geförderte Arbeit. Mit Erfolg. Die Kleiderkammer hat die LEB Quitzow übernommen. Der Naturlehrgarten konnte in private Hände gegeben werden. Die Burg Lenzen und das Amt Lenzen-Elbtalaue werden künftig Träger für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen