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Wittenberge : Abriss der Wilhelmstraße 7 beschlossen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nachbarhaus Bahnstraße 21 fällt, wenn Prignitz-Galerie an Markt vermietet wird

Das Wohnhaus in der Wilhelmstraße 7 wird abgerissen. Die Entscheidung, dieses desolate und seit Jahren unbewohnte Haus abzubrechen, stehe aber nicht im direkten Zusammenhang mit dem möglichen Rückbau des mehrgeschossigen Nachbarhauses, der Bahnstraße 21, sagt auf Anfrage Martin Hahn, Chef des städtischen Bauamtes. Das Haus Nummer 21 an der Ecke von Bahn- und Wilhelmstraße ist im Zusammenhang mit einer möglichen Neubelebung der Prignitz-Galerie in den Fokus der Betrachtungen gerückt. Es geht um zusätzliche Parkplätze in diesem Bereich.

Hahn begründet den Abriss der Wilhelmstraße 7 mit dem Zustand des Hauses. „Wir haben handeln müssen. Es ist mit baulich vertretbarem Aufwand nicht mehr zu retten“, sagt er. Die Vorbereitungen werden getroffen. Hahn geht davon aus, dass im nächsten Monat der Rückbau beginnen kann.

Auch das Eckhaus Bahnstraße 21 ist seit Jahren unbewohnt, befand sich bis vor kurzem in privaten Händen. Jetzt hat die Kommune darüber die Verfügungsgewalt. Durch einen Abriss des in prominenter Lage befindlichen Gebäudes an der Haupteinkaufsstraße könnten zusätzliche Autoparkplätze entstehen.

Die Frage ausreichender Stellplätze sei einer der Knackpunkte, bei denen es in den gegenwärtigen Verhandlungen zwischen Vermieter und möglichem künftigen Mieter der Prignitz-Galerie geht, sagte gestern Bürgermeister Dr. Oliver Hermann auf „Prignitzer“-Nachfrage. Hermann betonte gegenüber der Redaktion: „ Sowohl Vermieter wie auch möglicher Mieter sind derzeit noch in der Entscheidungsfindung.“ Es geht um die Ansiedlung eines sogenannten Vollsortimenters, also eines großen Einkaufsmarktes in dem weitgehend leerstehenden mehrgeschossigen Galerie-Gebäude.

Die Kommune selbst könne in die Entscheidungsfindung nicht eingreifen, sagt der Bürgermeister. „Wir können immer nur moderieren. Das tun wir selbstverständlich im Interesse der Innenstadtbelebung.“

Wichtige Knackpunkte des Projektes seien neben der Erweiterung des Parkplatzangebots vor allem die Größe des Marktes und natürlich die finanziellen Konditionen. Hermann sagt, noch seien wichtige Entscheidungsprozesse – auch interne auf Mieter- wie auf Vermieterseite – nicht endgültig geklärt. Wichtig ist dem Stadtoberhaupt die Feststellung, dass für die Innenstadt „die Galerie für uns der prioritäre Standort ist“. 

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erstellt am 18.Mai.2016 | 04:45 Uhr

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