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Der Prignitzer

15. Dezember 2017 | 17:05 Uhr

Abo-Fallen schnappen besonders häufig zu

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2012 | 09:56 Uhr

Potsdam | Zwei, drei unbedachte Klicks im Internet und schon hat die Abo-Falle zugeschnappt. Oder vermeintliche Lotteriegewinne, die sich als Abzocke entpuppen. Die Verbraucherzentralen im Land hatten im vergangenen Jahr gut zu tun. Mehr als 100 000 Anfragen haben die Experten 2011 bearbeitet. Das heißt, jeder 20. Märker wendete sich mit seinen Sorgen und Problemen an die Verbraucherschützer.

Aktuell würden beispielsweise viele Märker mit Gewinnbenachrichtigungen genervt. In dem Schreiben gehe es um eine "vorzeitige Vertragsauflösung" eines angeblich geschlossenen Gewinnspiel-Abos. Letztmalig seinen nur noch 99,30 Euro zu zahlen. Ansonsten verlängere sich das Abo um weitere sechs Monate. "Wenn man jetzt zahlt oder seine Daten zur Abbuchung übermittelt schlägt die Abo-Falle zu", sagte Verbraucherschützerin Evelyn Dahme.

Fortan beginne der Terror mit unberechtigt gestellten Rechnungen an. "Auf so etwas darf man sich nie einlassen und einfach so bezahlen", rät Dahme. In immer wieder unterschiedlichen Gewändern, aber mit dem immer wieder gleichen Prinzip würden die Firmen auf Abo-Fang gehen. Von daher sollte man im Vorfeld immer prüfen, ob tatsächlich Vertragsbeziehungen vorliegen. Solche oder ähnliche Fälle landen immer wieder auf den Beratungstischen der Verbraucherschützer. "Nicht nur einmal haben wir im vergangenen Jahr helfen müssen", erklärte Dahme. Oft erfolgt eine Beratung als Ersthilfe. Wenn weiterer juristischer Rat notwendig ist, werden auch Anwälte eingeschaltet.

Als problematisch habe sich auf der Versorgerwechsel entpuppt. "Eigentlich sollte sich dieser ganz einfach darstellen lassen, war er aber bisher nicht", so Dahme. Doch das Energiewirtschaftsgesetz wird zurzeit überarbeitet: Von April an kann der Strom- und Gasanbieter schneller gewechselt werden. Ab Februar sind die Unternehmen verpflichtet, ihre Kunden umfassender über Rechnungen und Verträgen zu informieren. Verbraucherschützer raten Kunden, Anbieter zu vergleichen und sich vertraglich nicht langfristig zu binden. Die Verbraucherzentrale über 13 Beratungsstellen mit 28 hauptamtlichen Mitarbeitern.

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