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Der Prignitzer

17. November 2017 | 20:33 Uhr

Abenteuerreise mit der kleinen Dott

vom

svz.de von
erstellt am 27.Nov.2011 | 05:58 Uhr

Perleberg | Die Aula des Gottfried-Arnold-Gymnasiums in Perleberg war am Samstagabend Schauplatz von etwas ganz Besonderem: Erstmals wurde die sagenhafte Geschichte der "Kleinen Dott" als Hörspiel live auf die Bühne gebracht. Die Uraufführung des Stücks fand im Rahmen des diesjährigen Perleberger Lichterfestes statt, das der Verein Hörturm e.V. schon im sechsten Jahr in Folge organisiert hat.

Doch bevor das Live-Hörspiel begann, hatte der Verein zum Treff in sein Domizil, dem alten Wasserturm, geladen. Dort bastelten die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern am frühen Abend Weihnachtsschmuck und Lampions, und konnten diese beim anschließenden Laternenumzug zum Großen Markt auch gleich testen. Um Punkt 18 Uhr wurden dort dann die Lichter am weihnachtlich geschmückten Baum entzündet. Der Evangelische Posaunenchor Perleberg spielte dazu passend "O Tannenbaum". Natürlich war auch ein Weihnachtsmann mit seinem Engel vor Ort, der kleine Überraschungen an die Jüngsten verteilte.

Das Lichterfest wollten die Vereinsmitglieder in diesem Jahr zum Anlass nehmen, ihre beiden selbst produzierten Hörspiel-CDs von der kleinen Dott nun live vor Publikum vorzutragen. Bereits im Sommer dieses Jahres veranstalteten sie dazu ein Casting und fanden schließlich zwölf Sprechtalente, die "alle aus der Prignitz kommen oder mit ihr eng verbunden sind", wie Vereinsvorsitzender Christian Müller hervorhob. Weil auch die Geschichte in der Prignitz spielt, kann das nur von Vorteil sein: In dem Stück, das auf einen Roman der Autorin Tamara Ramsay aus dem Jahr 1938 basiert, wird das Mädchen Dorothea, von allen nur "die kleine Dott" genannt, in der Johannisnacht verzaubert und für das Auge der Menschen unsichtbar. Fortan kann sie mit Tieren sprechen, die die kleine Dott mit auf eine wundersame Reise quer durch die Prignitz nehmen. "Vor allem durch die Wische, die Plattenburg und Havelberg führt die Reise", zählte Christian Müller auf.

Um für eine Sprechrolle in Frage zu kommen, sei es wichtig, "eine ruhige Stimme zu haben und dass man gut betonen und deutlich sprechen kann", erklärte die 11-jährige Madita Kudla aus Perleberg. Sie spielte die Hauptrolle in dem Live-Hörspiel, verlieh der kleinen Dott ihre Stimme. Erfahrung auf dem Gebiet hätte sie, wie auch alle anderen Sprecher, noch nicht sammeln können. Doch dass Madita talentiert ist, zeigen ihre erfolgreichen Teilnahmen an Vorlesewettbewerben.

Übrigens hat der Hörturm-Verein vor, noch einen dritten Hörbuchteil der "Dott"-Reihe zu produzieren. "Wann, ist aber noch nicht abzusehen", so der Vereinsvorsitzende. Zunächst steht ein anderes Projekt auf dem Plan: Der Verein will mit Schülern des Gottfried-Arnold-Gymnasiums schon bald eine Hörspiel-AG gründen.

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