Wittenberge : Ab Dienstag 20 Meter in die Tiefe

Fachfrau Peggy Heyneck bespricht mit Gunnar Eckbrett, Christian Kornek und mit Ralf Wallburg den am Montag beginnenden Eisnatz auf der Abrissfläche der chemischen Reinigung.
Fachfrau Peggy Heyneck bespricht mit Gunnar Eckbrett, Christian Kornek und mit Ralf Wallburg den am Montag beginnenden Eisnatz auf der Abrissfläche der chemischen Reinigung.

An der Turmstraße beginnen Probebohrungen auf dem kontaminierten Reinigungsgelände

von
24. November 2018, 12:00 Uhr

Der große Bohrer steht parat. „Am Montag geht es los“, sagt Ralf Wallburg. Er wird das Bohrgerät, so die fachlich korrekte Bezeichnung, führen, um aus bis zu 20 Meter Tiefe Erdreich an die Oberfläche zu holen, „das wir dann Abschnitt für Abschnitt untersuchen“, erklärt Christian Kornek. Er ist Geologe und arbeitet wie auch Wallburg für die BLM Geotest, eine Gesellschaft, die sich unter anderem auf die Erkundung von Altlasten spezialisiert hat.

Ab der kommenden Woche wird Geotest auf dem Gelände der abgerissenen chemischen Reinigung Turmstraße/Wahrenberger Straße im Einsatz sein. „Es sind die vorbereitenden Untersuchungen, damit im nächsten Jahr die Altlastsanierung erfolgen kann“, sagt Peggy Heyneck, im Stadtbauamt für den Umweltbereich zuständig. Und Gunnar Eckbrett vom Ingenieurbüro für Grundwasser und Boden (IGB) erläutert, dass mit den Erkundungsbohrungen der Bereich, von dem die weiträumige Belastung von Grundwasser in der Altstadt ausgeht, genau lokalisiert werden kann.

Sechs sogenannte Linerbohrungen seien geplant, erläutert Geologe Kornek. „Durch die Auswertung des Materials werden wir auch den Herd der Kontaminierung sehr genau eingrenzen können. Und wir erwarten Ergebnisse zum jeweiligen Grad der Belastung“, so Kornek. Holzpflöcke markieren, wo auf der Brachfläche Ralf Wallburg seinen Bohrer ansetzen wird, um mehr Klarheit zu erlangen.

Noch sei die endgültige Entscheidung nicht gefallen, auf welche Weise 2019 die Sanierung der Schadstoffquelle erfolgen soll. Eine sehr wahrscheinliche Variante sei, dass der kontaminierte Boden bis in etwa 20 Meter Tiefe ausgetauscht wird. Ein anderes Verfahren wäre eine Grundwasserreinigung.

Das Land fördert Abriss, Altlasten- und Quellensanierung. Anfang des Jahres reichte das Landesministerium für Infrastruktur der Stadt einen Fördermittelbescheid über rund 1,1 Millionen Euro aus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen