zur Navigation springen

Vorarbeiten bei Nebelin : A14-Bau: Boden wird überprüft

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bei Nebelin und Karstädt beginnen Baugrunduntersuchungen für geplante Trasse

von
erstellt am 02.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Mitte September sollen die Vorarbeiten zu Baugrunduntersuchungen für Trasse und Bauwerke sowie Seitenentnahme auf knapp 60 Flurstücken in den Gemarkungen Karstädt und Nebelin im Zuge des Neubaus der A14 beginnen. Die Benachrichtigungen des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg dazu hängen in den Informationskästen der Gemeinde und sind im aktuellen Amtsblatt veröffentlicht.

Dieser Bereich gehört zum Abschnitt zwischen den Anschlussstellen (AS) Karstädt und Wittenberge, der sich über rund 17,6 Kilometer erstreckt. Für dieses in Planung befindliche Teilstück der A14 liegt noch kein Planfeststellungsbeschluss vor. Denn erst einmal muss die Trasse im Bereich Wittenberge mit seinen Ortsteilen Bentwisch und Lindenberg stehen. Der neue Entwurf soll bis Jahresende dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) vorgelegt werden. Wenn dieses den Planungen zustimmt, kann das Planfeststellungsverfahren beginnen („Der Prignitzer“ berichtete).

„Derzeit wird die Entwurfsplanung überarbeitet. Nach Zustimmung des BMVI wird mit der Erarbeitung der Planfeststellungsunterlagen fortgefahren. Unser Ziel ist es, genehmigungsfähige Unterlagen zu erstellen, um baldmöglichst das Planfeststellungsverfahren fortzusetzen und Baurecht zu erlangen“, sagt Michael Zarth, Pressesprecher von der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), die für die Planung und den Bau der A14 auf Brandenburger Gebiet verantwortlich ist. Einen konkreten Zeitplan nennt er nicht und fügt hinzu, dass dies abhängig vom Verlauf der Zustimmung des BMVI zur neuen Entwurfsplanung und dann vom Verlauf des Planfeststellungsverfahrens sei.

Um die Planung ordnungsgemäß vorzubereiten, sollen vom 15. September bis zum 31. Dezember dieses Jahres eben die Vorarbeiten auf den betroffenen Flurstücken in den Gemarkungen Nebelin und Karstädt getätigt werden, heißt es von der Deges. „Bei uns ist alles im Raumordnungsverfahren erörtert worden. Unsere Bürger wissen, was auf sie zukommt“, so Karstädts Bürgermeister Udo Staeck. Die geplante A14-Trasse soll von Dergenthin kommend entlang der Bahnlinie in Richtung AS Karstädt führen, ist aus den Planungsunterlagen zu entnehmen.

Bei den Vorarbeiten werden unter anderem „der Boden und die Bodenfestigkeit untersucht. So werden für die weitere Planung zum Beispiel Aussagen zu den Bodenarten und den Grundwasserverhältnissen benötigt. Auf dieser Grundlage planen wir dann den Bau der A14-Trasse inklusive der Bauwerke wie Brücken, die über Gräben oder Straßen/Wege führen“, erläutert der Deges-Pressesprecher. „Auch auf Flächen für eine mögliche Seitenentnahme sind Bodenuntersuchungen erforderlich. Die Autobahn ist in diesem Abschnitt teilweise auf einem Damm geplant.

Da der Aushub an der Trasse selbst zum Aufschütten nicht reicht, wird geprüft, ob der Boden seitlich der Trasse dafür in Frage kommt“, so Zarth weiter. Durch diese Untersuchungen werde nicht über die Ausführung der geplanten Straße entschieden, heißt es ausdrücklich.

Der Lückenschluss der A14 auf Brandenburger Gebiet verläuft mit seinen knapp 32 Kilometern in der Prignitz und ist in drei Abschnitte eingeteilt. Der erste von Groß Warnow nach Karstädt wurde am 21. Dezember 2015 für den Verkehr freigegeben. Doch die anderen beiden Abschnitte, Elbquerung (ca. zwei Kilometer) und von der AS Wittenberge/B195 zur AS Karstädt, liegen weit hinter dem Zeitplan zurück. Auch für die Elbquerung müssen die Planer noch einmal in das Auslegungsverfahren wegen einer neuen EU-Wasserrahmenrichtlinie. Erst wenn das abgeschlossen ist, kann der Planfeststellungsbeschluss gefasst werden. Er sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr unter Dach und Fach sein.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen