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Der Prignitzer

17. Oktober 2017 | 17:19 Uhr

A 14: Neue Pläne für schmalere Trasse

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2011 | 06:04 Uhr

Karstädt | Bis zum 3. Mai liegen die Planungsunterlagen mit der 1. Änderung für die A 14 zwischen der Anschlussstelle Karstädt und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern erneut beim Bauamt der Gemeinde Karstädt öffentlich aus.

"Grund dafür ist die Anpassung der Unterlagen an den aktuellen Stand einschließlich der Erkenntnisse aus dem Erörterungstermin. Auch wurden die Aktualität der Umweltdaten wie Vogelkartierungen sichergestellt", erfuhr der "Prignitzer" auf Nachfrage von der DEGES, die mit Planung und Bau der A 14 beauftragt ist.

Berücksichtigt seien ebenso die Anpassung der Verkehrsprognose für 2025 und die mit der Einführung der neuen Autobahnrichtlinie mögliche Reduzierung des Querschnittes um 1,50 Meter, heißt es. Die Trasse soll in der Breite von 29,5 auf 28 Meter verringert werden. Das führe auch zu Kosteneinsparungen und geringerem Flächenverbrauch, sei aber nicht der Hauptgrund für die erneute Auslage der Pläne. "Es geht schlicht um eine umfassende Information der Bürger und Träger öffentlicher Belange über den aktuellen Stand der Planung", so DEGES-Sprecherin Etta Schulze. So entfällt zum Beispiel eine 1,39 Hektar große Laubwaldaufforstung bei Streesow. Teil der Kostenreduzierung ist auch die Überarbeitung des Höhenverlaufs der Trasse, um den Erdmassebedarf zu senken. Zudem wird der Straßenknoten zur L 13/Lenzen jetzt mit einem Mindestradius geplant, um ein aufwändiges Umverlegen der Gasleitung zu vermeiden.

Auch das Entwässerungskonzept wurde überarbeitet. Zwei Regenrückhaltebecken sollen durch ein Mulden-Rigolen-System ersetzt werden.

Überarbeitet wurden ebenfalls die Untersuchungen zum Schallschutz. "Zusätzliche Grenzwertüberschreitungen sowie Betroffenheiten Dritter sind jedoch nicht zu verzeichnen", ist dem Papier zu entnehmen. Die Forderung der Gemeinde Karstädt nach Einbau von "Flüsterbeton" im Bereich der Ortslage Karstädt war bereits beim im Frühjahr 2010 abgelehnt worden.

"Ob die an das Jahr 2025 angepassten Verkehrsprognosen realistisch sind, bleibt zu bezweifeln, weil in den jüngeren Planfeststellungsabschnitten trotzdem mit viel zu hohen und einander widersprechenden Zahlen gearbeitet wurde", meint BUND-Kreisvorsitzender Wilfried Treutler. Er begrüßt, dass nunmehr ein Konzept für die Kiestransporte und die zu nutzenden Bundes-, Landes- und Kreisstraßen vorgelegt wurde. "Das war eine unserer Forderungen."

Mit einer Aussage, wann und zu welchem Abschnitt auf Brandenburger Gebiet ein Planfeststellungsbeschluss vorliegt, Baurecht besteht und der Abschnitt Karstädt-Landesgrenze, der in den Planungen am weitesten fortgeschritten ist, zuerst gebaut wird, hält sich das Infrastrukturministerium zurück. "Die Frage ist, wird es Klagen geben, denn die sind erst mit dem Planfeststellungsbeschluss möglich, oder einen Antrag auf Baustopp", so die Reaktion aus Potsdam.

Bislang habe man vereinzelt Anfragen zu den Unterlagen, hieß es aus der Gemeindeverwaltung.

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