A 14: Im Sommer 2013 soll Baubeginn sein

Foto: Archiv
Foto: Archiv

von
22. November 2012, 07:35 Uhr

Potsdam | "Der Bau der A 14 in Brandenburg wird im Sommer 2013 beginnen", teilte gestern Verkehrsminister Jörg Vogelsänger mit. Der Bund habe am Mittwoch grünes Licht gegeben und den Start der Ausschreibungen für den Bau der Autobahn genehmigt. Es geht um den Bauabschnitt zwischen Karstädt und Groß Warnow. Zeitgleich läuft aber noch eine Klage des BUND gegen diesen Abschnitt.

Vopgelsängers Dank gehe an den Bund, "der jetzt grünes Licht für die Ausschreibung gegeben hat". Das bedeute auch: "Die Finanzierung durch den Bund ist gesichert", sagt der Minister. Die Trasse verläuft von Karstädt über Groß Warnow bis zur Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern und ist 12,6 Kilometer lang. Die voraussichtlichen Kosten betragen rund 125 Millionen Euro. Für den Schutz der Anwohner vor Lärm seien für die Ortslagen Garlin, Neu Pinnow und Groß Warnow drei Lärmschutzwälle mit bis zu vier Metern Höhe und insgesamt zirka zwei Kilometer Länge vorgesehen. Zwei Brücken queren die Löcknitzniederung, um die Natur zu schonen. Südlich von Groß Warnow entsteht eine 50 Meter breite Grünbrücke für eine gefahrlose Querung für Wildtiere.

Mit der beschlossenen Ausschreibung wartet das Ministerium nicht den Ausgang der Klage des BUND ab. Gegen den Planfeststellungsbeschluss hatten der BUND beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig Klage eingereicht. Das Gericht habe noch keinen konkreten Termin für seine Entscheidung festgelegt. Ende September hatte ein Gerichtssprecher mitgeteilt, dass dieser Termin im zweiten oder dritten Quartal 2013 liegen wird. Mit der Klage hatte der BUND keinen Antrag auf aufschiebende Wirkung der Baumaßnahmen gestellt. Deshalb darf zunächst auf Grundlage des gültigen Planfeststellungsbeschlusses gebaut werden.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler sagte: Damit ist ein großer Schritt geschafft. Nachdem die Finanzierungsfrage immer mal wieder im Raum stand, ist es an der Zeit, dass es vorangeht." Froh über diese Entscheidung ist auch der SPD-Landtagsabgeordnete Holger Rupprecht. Der Start der Ausschreibung ist ein Meilenstein bei diesem Vorhaben", sagte er und verwies auf jüngste Gewerbeansiedlungen, für die die A 14 ein Kriterium war. Der Einsatz der Befürworter zahle sich jetzt aus, die A 14 sei kein Papier mehr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen