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Der Prignitzer

15. Dezember 2017 | 19:03 Uhr

A 14 erneut in der Diskussion

vom

svz.de von
erstellt am 08.Jun.2011 | 06:02 Uhr

Wittenberge | Bentwischer und da besonders Bewohner aus der Gartensiedlung treibt die Sorge um: Sie müssen befürchten, dass die Autobahn genau zwischen dem Dorf und der Siedlung verlaufen soll. Die Angst vor dem extremen Lärm und vor dem Wertverlust ihrer Grundstücke führte Bewohner am Dienstagabend ins Rathaus, wo der Bau- und Wirtschaftsausschuss tagte.

Die Leute hofften, dort Antworten zur genauen Trassenführung, zur Umplanung und zum Grund für diese Änderungen zu bekommen.

Fehlanzeige. Und das nicht nur, weil der Ausschuss nicht Herr des Verfahrens, der Bund Bauherr für die Autobahn ist.

In der Stadt und auch im Ausschuss mit seinem Vorsitzenden Karsten Korup ist, so durften die Bentwischer hören, eigentlich gar nichts von dieser neuen Trasse bekannt.

Der Chef des Stadtbauamtes Hubert Mackel sagte aber, dass derzeit Untersuchung für eine veränderte Trassenführung laufen. Das hat der Bund der Redaktion bestätigt (wir berichteten).

Wieviel weiß die Verwaltung wirklich?

Wie der "Prignitzer" bereits Ende Mai nach umfangreichen Recherchen zu diesem Thema vermeldete, gibt es Einsprüche des BUND aus naturschutzrechtlichen Gründen. Die derzeit noch geplante Trasse durchschneidet das Gebiet der Silge und damit einen Tierkorridor von überregionaler Bedeutung. Um das zu verhindern, soll die künftige Autobahn auf kürzestem Weg an

die Bahnlinie nach Schwerin geführt werden. Dieser kurze Weg führt über den 150 Meter breiten Acker zwischen Bentwisch und der Gartensiedlung. Über dieses Wissen muss auch die Kommune verfügen, denn schließlich hat die Verwaltungsspitze nach Informationen, die dem "Prignitzer" vorliegen, bereits schriftlich dazu Stellung bezogen und den Bau zwischen Bentwisch und der Gartensiedlung abgelehnt.

Auch der Bauamtsleiter sprach in der Ausschusssitzung davon, "dass wir diese Trasse nicht wollen".

Ungewöhnlich scharf formulierte der Ausschussvorsitzende Karsten Korup (SPD) und bezog sich mit seinen Worten nicht nur auf die Bürgersorgen in Bentwisch und Lindenberg: "In den letzten neun Jahren ist die Autobahn bei uns kaputt geplant worden. Weder Mensch noch Tier kommen mit dieser Trasse zurecht."

Der Ausschussvorsitzende fordert, "dass wir alle Trassen wieder aus dem Schubfach holen und eine vernünftige Variante finden." Auch den vierspurigen Ausbau der B 189 als Alternative sollte man ins Auge fassen. "Es muss eine Lösung gefunden werden, die erstens für die Menschen und zweitens für die Tiere akzeptabel ist", fordert Korup.

Vor der Antwort auf die Anfrage eines Bentwischers, ob die Abgeordneten im Ernstfall gegen die Autobahntrasse im Bereich Wittenberge klagen würden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, drückte sich der Ausschuss. Der Vorsitzende verwies darauf, dass das Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Erst dann sind Klagen möglich.

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