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Leserbrief : A 14: BUND negiert jeden Kompromissvorschlag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2015 | 21:03 Uhr

Als langjähriger Pro-A 14 (PRIBA 14)-Vertreter unserer Prignitz wurde ich in den letzten Wochen vielfach von verschiedenen Seiten zum Stand der Vorbereitungen des Bauabschnittes zwischen Karstädt und Wittenberge angesprochen. Es prallten im „Prignitzer“ Lesermeinungen aufeinander sowie auch Darlegungen von Kommunalvertretern. Da ist sogar von einer heimlichen Planung der Trasse zwischen Bentwisch und Lindenberg die Rede. Dazu mein Standpunkt:

Es gibt keine heimliche Planung einer solchen Trasse. Die Planung einer Trasse ist 2009 mit viel Aufwand und präzisen Einzelheiten zum Planfeststellungsverfahren vorgestellt worden. Sie lag für alle öffentlich aus. Bekanntlich wurden im Bereich des Trassenverlaufs unter Schutz stehende Vogelarten entdeckt, die letztlich als Grund für eine Veränderung des geplanten Trassenverlaufs führen sollen. Dazu wurden verschiedene Linien geprüft. Da der Korridor für den Verlauf der künftigen Autobahn westlich und östlich seit dem Raumordnungsverfahren feststeht, blieb eine Untersuchung einer möglichen Trasse zwischen Bentwisch und Lindenberg nicht aus. Diese Untersuchung ist eben vorzunehmen.

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass eine solche Trasse zwischen diesen Ortsteilen nicht weniger schützenswerte Tiere und Pflanzen aufweist als die bisher geplante westliche zwischen Bentwisch und Motrich, zumal noch der Mensch als schützenswert dazu kommt. Deshalb kann man einer solchen Untersuchung gelassen entgegensehen.

Diese Situation wird nun aber von den A 14-Gegnern genutzt, um Stimmung zu einer angeblich heimlichen Planungsvariante zu machen. Fest steht, dass Vertreter des BUND der Prignitz wiederholt öffentlich erklären, sie wollen die A 14 nicht und bieten Varianten über den Ausbau der B 189 und B 5 an. Welch ein Schwachsinn, so höre ich. Die A 14 hört jenseits der Elbe auf und fängt in Karstädt wieder an – unmögliche Variante!

Die Untersuchungen werden letztlich dazu führen, dass die bereits geplante und auf dem Papier bestehende Trasse diejenige ist, die verwirklicht wird. Es werden Maßnahmen einfließen, mit denen die zu schützenden Vogelarten eine Bleibe finden. Wenn ein Kreis des BUND keine Autobahn in der Prignitz will, die aber von Bundesregierung und Bundestag beschlossen wurde, im Bundesverkehrswegeplan selbst als dringender Bedarf eingeordnet und aufgenommen war und noch ist, die in verschiedensten Abschnitten bereits gebaut wird, dann ist es eine Anmaßung, etwas anderes zu verkünden anstatt an einer Lösung mitzuwirken. Sie werden demzufolge an jedem Trassenabschnitt Gründe für eine Ablehnung oder gar Klage finden. Jeder Kompromissvorschlag wird negiert.

Tatsache ist längst, trotz „Totsagung der A 14“ noch kurz vor Baubeginn der Trasse Karstädt-Groß Warnow durch Vertreter des BUND, dass die A 14 gebaut wird und trotz böswilliger Verzögerungen, die auch Mehrkosten verursachen, einmal durchgängig befahrbar sein wird. Die Wirtschaft und eine überwiegende Mehrheit der Bürger wollen eine durchgängige A 14 und kein Stückwerk.

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