polizei vermutet vorsatz : A 14-Baustelle: Sabotageverdacht

Von den Übergriffenwaren in den vergangenen Tagen ein Kran sowie Abwasserpumpen auf der Baustelle der A 14 zwischen Karstädt und Groß Warnow betroffen. Ein gezielter Angriff gegen die Baumaßnahme sei wahrscheinlich, so die Polizei.
Von den Übergriffenwaren in den vergangenen Tagen ein Kran sowie Abwasserpumpen auf der Baustelle der A 14 zwischen Karstädt und Groß Warnow betroffen. Ein gezielter Angriff gegen die Baumaßnahme sei wahrscheinlich, so die Polizei.

Polizei ermittelt nach zwei Vorfällen: Windsperren am Kran gelöst, Baugrube geflutet / Keine Aussage zu erhöhter Sicherheitsvorkehrung

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20. März 2014, 08:00 Uhr

Der Verdacht auf Sabotage liegt nahe: Bereits in der vergangenen Woche wurden an der A 14-Baustelle auf dem Abschnitt Karstädt-Groß Warnow die Windsperren an einem Kran gelöst. Der Kran drohte dadurch umzukippen. Wie Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Neuruppin, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte, „kann die Technik nur von jemanden bedient worden sein, der sich damit auskennt.“

In der Nacht zu gestern der nächste Übergriff: Zwischen etwa 19 Uhr Dienstagabend und den frühen Morgenstunden gestern haben Unbekannte von Abwasserpumpen, die zur Absenkung des Grundwassers dienen, diverse Schläuche abmontiert. Dazu wurden die Klammern entfernt, so dass das Grundwasser in eine Baugrube lief und diese flutete. Das Wasser beschädigte zwei Dammbereiche. Der Schaden beläuft sich auf rund 5000 Euro.

Es sei zu vermuten, dass die Sachbeschädigung einen gezielten Angriff gegen die Baumaßnahmen darstellt, sagt Dörte Röhrs und fügt hinzu. „Ermittelt wird aber prinzipiell in alle Richtungen. Zeugenhinweise jeglicher Art sollten bitte an die Polizeiinspektion Prignitz unter der Telefonnummer 03876/7150 gerichtet werden.“

Die Pressestelle der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), die die 11,5 Kilometer lange Trasse zwischen Karstädt und Groß Warnow plant und baut, konnte gestern auf Anhieb zu den Vorfällen nichts sagen. Dass es sich um Sabotage oder gezielte Anschläge handeln könnte, sei noch nicht erwiesen.

Ob nach den zwei Vorfällen die Sicherheitsvorkehrungen an der Baustelle erhöht werden, konnte die DEGES bis zum Abend ebenfalls nicht mitteilen, da der zuständige Mitarbeiter nicht zu erreichen gewesen sei. Offen bleibt somit auch die Frage, ob das Fluten der Baugrube eine ernsthafte Beeinträchtigung der laufenden Bauarbeiten darstellt oder nicht.

Allgemein informierte die Pressestelle, dass es bundesweit immer wieder mal zu Vorfällen kommt. Aber meistens handele es sich um Diebstähle von Technik oder Kraftstoff.

Erst vor einer Woche hatten wir berichtet, dass die Bauarbeiten im Plan liegen. Der milde Winter habe das begünstigt. Aktuell entstehen die Fundamente für die rund 200 Meter lange Löcknitzbrücke. Planmäßig soll der Abschnitt im nächsten Jahr fertig werden.




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