A 14: Bahnbrücke nicht vom Tisch

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06. September 2012, 07:52 Uhr

Premslin/Nebelin | Auch wenn es in den vergangenen Monaten ruhiger um das von einer Bürgerinitiative initiierte Vorhaben "Bau einer Brücke über die ICE-Strecke/A 14 in Höhe der Nebeliner Siedlung an der Bahn" wurde - es ist nicht in der Versenkung verschwunden. Die Gemeindevertretung Karstädt beschloss in der vergangenen Woche, das Projekt in die Vorhabensliste aufzunehmen und umzusetzen.

Erfüllt sein müssen laut Beschlussvorlage jedoch folgende Voraussetzungen: Einwerbung von mindestens 250 000 Euro Drittmitteln, Bewilligung von Fördermitteln von 75 Prozent der Nettokosten, Sicherung eines ausgeglichenen Gemeindehaushalts im Realisierungsjahr und Genehmigung eines Investitionskredits.

Zur Erinnerung: Zur Verbesserung der Infrastruktur für Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus hatten die Teilnehmergemeinschaft für das Flurbereinigungsverfahren A 14-Abschnitt Karstädt, die Ortsbeiräte Premslin und Neblein sowie eine Bürgerintiative, die zirka 1500 Unterschriften vorlegte, den Bau dieser zusätzlichen Querung von Bahn und A 14 gefordert. Mehrmals kam es daraufhin zu Gesprächen zwischen Gemeinde und BI mit dem Landesamt für Flurneuordnung, der Deges, Bahn und dem Infrastrukturministerium. Das Ergebnis war ernüchternd: Die Brücke über die Bahn (zirka 1,7 Millionen Euro) müsste die Gemeinde allein bezahlen, beim Brückenbauwerk A 14 wären im günstigsten Fall anteilig zirka 375 000 Euro der etwa 1,5 Millionen Euro zu finanzieren. Insgesamt hätte die Gemeinde also rund zwei Millionen Euro aufzubringen. "Die Finanzierung des kommunalen Anteils ist laut aktuellem mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplan aus eigenen Mitteln nicht möglich", rechnete die Gemeindeverwaltung durch. Ein Hoffnungsschimmer setzt das ILE/Leader-Programm, das eine Förderung des Brückenbaus ermöglichen könnte. Allerdings endet die aktuelle Förderperiode 2013 und ob das Programm ab 2014 fortgesetzt wird, ist derzeit offen, ebenso die mögliche Förderhöhe. Im günstigsten Fall (Förderung 75 Prozent und Drittmittel von 250 000 Euro) hätte die Gemeinde für beide Brücken immer noch einen Eigenanteil von 662 300 Euro aufzubringen.

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