Wittenberge : Ein Haus für junge Kultur

Die alte Villa soll zum Kulturzentrum umgebaut werden.
Die alte Villa soll zum Kulturzentrum umgebaut werden.

SOS-Kinderdorfverein bietet als Träger dafür in der Schillerstraße die Plattform / Hoffnung auf Umbau für 450000 Euro

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04. Mai 2019, 05:00 Uhr

„Ki-Ju-KuZ“ klingt spannend und ist der Name für das neue Kinder- und JugendKulturZentrum in der Schillerstraße, gelegen quasi im Rücken der Jahnschule. Die Nähe ist nicht Zufall. Der Prignitzer SOS-Verein setzt auch auf die Synergieeffekte, die sich aus dieser Nähe ergeben. So finde beispielsweise eine Theater-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule schon regelmäßig im „Ki-Ju-KuZ“ statt. Das erfahren die Mitglieder im Sozialausschuss des Stadtparlaments, als sie in dieser Woche das Zentrum besichtigen, das noch aus zwei Gebäuden besteht. Beide gehören der Stadt, die sie hat erworben hat. Träger des Kinder- und JugendKulturZentrums ist aber nach dem Willen der Stadtverordneten der Prignitzer SOS-Kinderdorfverein. Derzeit nutzbar ist vor allem die Baracke an der Ecke zur Bossestraße. Die Villa, die das eigentliche „Ki-Ju-KuZ“ einmal werden soll, sieht im Innern noch sehr provisorisch aus. Wasserwirtschaft, Planungsbüro, Wohnräume: Man sieht dem Gebäude, das vor wenigen Wochen geräumt wurde, seine ehemalige Nutzung noch an. Aber der SOS-Verein hat konkrete Vorstellungen, wo welche Räume wofür entstehen sollen, wofür sie genutzt werden. Steffen Brandes erklärt es den Abgeordneten, beim Kinder- und JugendKulturZentrum „handele es sich um eine Plattform für kulturelle Bildungsangebote“. Der offene Treff stehe Schulen, Horten, Kindertagesstätten und freiwilligen Gruppieren zur Verfügung. Es handelt sich beim „Ki-Ju-KuZ“ nicht um einen Jugendclub im klassischen Sinne, also nicht um eine Räumlichkeit, in der sich junge Leute aus Wittenberge einfach so treffen können, das erklärt Brandes auf eine Nachfrage aus den Reihen der Abgeordneten. Ein solcher Klub ist von den politischen Vertretern Wittenberges auch nicht mehr gewollt.

Dazu muss man wissen, dass das „Ki-Ju-KuZ“ quasi eine Nachfolgeeinrichtung für den „Würfel“ ist. Die Kommune hatte sich 2017 von diesem Jugendclub aus Kostengründen getrennt, ihn in freie Trägerschaft gegeben. SOS war der einzige Bewerber mit seinem Konzept als Kulturzentrum für junge Leute.

Das entsteht nun in der Schillerstraße. Stadt und SOS haben 2017/2018 den „Würfel“ in Rekordzeit zu einer Kita umgebaut, weil zwingend Betreuungsplätze in der Stadt benötigt wurden.

Zurück in die Schillerstraße. Die Kommune will die Villa großzügig für die neue Nutzung umbauen und setzt auf Fördergeld. Waltraud Neumann als stellvertretende Bürgermeisterin beziffert den Finanzbedarf auf rund 450 000 Euro. Greift die Förderung, muss die Stadt davon nur zehn Prozent tragen. Zwei bis drei Jahre wird der Umbau wohl in Anspruch nehmen. Vorgesehen ist dann auch eine neue Verbindung zum Schulgrundstück. Außerdem soll perspektivisch die während des Umbaus noch benötigte Baracke rückgebaut werden.

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