Umfrage Abfallentsorgung Prignitz : Prignitz diskutiert über Gelbe Tonne

Die gelbe Tonne kommt ab Januar 2020.

Die gelbe Tonne kommt ab Januar 2020.

Online-Community stimmt für die Tonne, Anrufer sprechen sich für Gelben Sack aus. Abstimmung noch bis Montag, 16 Uhr.

23-91503232_23-96467220_1522165864.JPG von
31. August 2019, 05:00 Uhr

„Gelbe Tonne, ohne Frage“, schreibt uns Sandy Schultz bei Facebook. Die Säcke würden schnell reißen und bei etwas Wind in der Landschaft umher fliegen. Das sei „unschön“. Monika Riek ist gespaltener Meinung. Die „Tonne ist für Einfamilienhäuser gut, aber für Mehrfamilienhäuser stelle ich es mir schwierig vor“. Bärbel Hoffmann und ihre Familie sprechen sich in einer E-Mail klar gegen eine gelbe Tonne aus. Der Platzbedarf sei ein Gegenargument, zum anderen halte sie aus hygienischen Gründen nichts davon. „Trotz Ausspülen von Joghurtbecher, Plastikumverpackungen von Fleisch oder Blechdosen von Hundefutter bleibt doch ein gewisses Unwohlgefühl, wenn diese Dinge länger in einer größeren Tonne auf die Abholung warten.

Unsere Umfrage zum Thema „Gelbe Säcke oder Gelbe Tonne für den Landkreis Prignitz“ sorgte in den vergangenen zwei Tagen für viel Diskussionen bei unseren Lesern. Über 100 Kommentare bei Facebook. Mehrere E-Mails erreichten uns. Unser Telefon steht kaum still.

Nachdem es am Donnerstag zunächst so aussah, dass die gelbe Tonne ganz klar bevorzugt wird, meldeten sich am Freitag viele Leser, die den gelben Sack präferieren.

Umfragetrend: Mehrheit bevorzugt gelbe Tonne

Das Zwischenergebnis am Freitagnachmittag sieht wie folgt aus: 53 Menschen sprechen sich bei Facebook, per E-Mail oder am Telefon für die gelbe Tonne, 30 für den Sack aus. An unserer Online-Umfrage haben sich bislang 32 Leute beteiligt. 88 Prozent (28 Personen) votierten für die Tonne, zwölf Prozent (4) für den Sack.
Merkwürdigerweise sprechen sich vor allem die Leser, die sich online äußern für die Tonne aus. Begründungen liefern sie uns allerdings selten mit. Fans des gelben Sacks, rufen bei uns in der Redaktion persönlich an und äußern ihre Bedenken. So auch Bernd Boddin aus Perleberg. „Der Sack ist einfach praktischer. Außerdem sieht die Müllabfuhr dort auch, wenn etwas entsorgt wird, was dort nicht reingehört.“

Auch Renate Hussel schreibt uns: „Wir plädieren weiter für den gelben Sack. Bei der Tonne besteht die Gefahr, dass auch Restmüll entsorgt wird. Wenn Tonne, dann müsste es einen geänderten Abfuhrrhythmus von einer Woche geben, „da wir in einem Mehrfamilienhaus wohnen“.

Diese Meinung sind viele unserer Leser. „Ich bin für die Tonne, sie sollte aber alle 14 Tage abgeholt werden“, erklärt Bodo Rückschlag. Gleicher Meinung ist Annett Bosch.

Anlass für die Diskussion ist ein Vorstoß der Kommunen, die gelbe Tonne einzuführen. Auch ein Kreistagsabgeordneter hat das Thema mit angestoßen, da gegenwärtig die Ausschreibung für die Entsorgung ab dem Jahr 2021 vorbereitet wird.

Tonne oder Sack: Beide haben Vor- und Nachteile

Die Verwaltung des Landkreises plädiert weiterhin für den gelben Sack, wie Sachbereichsleiter Andreas Much im Müllausschuss erklärt. Auch dessen Mitglieder sind für den Sack. Nur Vorteile hat keine der beiden Varianten. Das wird schnell deutlich. Keine Verschmutzung der Umgebung durch gerissene Säcke, stabiles und kompaktes Behältnis zur Lagerung der Leichtverpackungen sprechen für die Tonne. Wenig Fehlbefüllungen, Kontrolle leicht möglich (Gewicht u.a.), Unterbringung auch bei wenig Platz, Leicht zu transportieren, flexible Entsorgung bei kurzfristigem Mehrbedarf wie zu Feiertagen stehen auf der Pro-Seite der Säcke.

Als Gegenargumente der Tonne lassen sich der begrenzte Platz, die schwere Kontrolle der Abfälle sowie ein zusätzlicher Stellplatz nennen. Gegen die Säcke spricht das schnelle Reißen, die Verschmutzung der Grundstücke und des öffentlichen Raums sowie die häufige Zweckentfremdung. Die Anzahl bereitgestellter Säcke ist deutlich höher als benötigt, dadurch ergeben sich gelegentlich Engpässe in der Verteilung.

Noch bis Montag, 16 Uhr, sind wir auf Ihre Meinung gespannt. Schreiben Sie uns eine E-Mail an pri@prignitzer.de oder rufen Sie uns unter 03877-92908280 an. Außerdem können Sie auch gerne online abstimmen.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen