Putlitz : Wehren ehren ihren Schutzpatron

Floriansmesse für Kameraden und ihre Angehörigen.
Floriansmesse für Kameraden und ihre Angehörigen.

Mit Blaulicht-Gottesdienst in der Putlitzer Kirche den ehrenamtlichen Rettern gedankt

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07. Mai 2019, 05:00 Uhr

Putlitz | Es brennt. Man wählt 112. Die Feuerwehr kommt, löscht und fährt wieder nach Hause. Feuerwehr ist für viele eine Selbstverständlichkeit. „Genau das ist Feuerwehr nicht“, unterstreicht Christian Reisinger, Amtswehrführer des Amtes Putlitz-Berge. Feuerwehrleute und ihre Familien waren am Sonntag zur Floriansmesse in die Putlitzer Kirche eingeladen, berichtet Beate Mundt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Wehr.
„Es ist fantastisch, was ihr für eine Arbeit macht“, betont Pfarrer Volkhart Spitzner. Er selbst trägt den blauen Uniformrock unter dem Talar, ist Feuerwehrseelsorger des Amtes Putlitz-Berge und zugleich er einzige in der Prignitz. In einem Blaulicht-Gottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons der Wehren, des Heiligen Sankt Florian, dankt er den Rettern, die ihr Leben für andere Menschen riskieren, unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Einstellung zur Kirche. Und spricht ihnen zugleich den Segen für ihre Arbeit aus.

„Schon jetzt gibt es Schnittstellen, beispielsweise bei der Notfallseelsorge“, ergänzt Christian Reisinger und freut sich, auch Mitglieder des Notfallseelsorgeteams der Prignitz begrüßen zu können. Auch der Kreisfeuerwehrverband Prignitz und Kameraden aus den Wehren des Landkreises sind vertreten. Sogar über die Landesgrenze hinaus von der Freiwilligen Feuerwehr Suckow sind Kameraden da. Gerade bei Autobahneinsätzen stehen Putlitzer und Suckower Blauröcke oftmals Seite an Seite.

Die mit den Traditionsfahnen einzelner freiwilliger Feuerwehren geschmückte Putlitzer Kirche, der Kirchenchor der Gemeinde sowie der Putlitzer Fanfarenzug sorgen zur Floriansmesse für den feierlichen Rahmen. Im Anschluss hat die Freiwillige Feuerwehr Putlitz zu einem gemütlichen Beisammensein in die nahe gelegene Pfarrscheune eingeladen, ist von Beate Mundt zu erfahren.

Hintergrund: St. Florian
Der Legende nach hatte Florian als pensionierter römischer Hauptmann versucht, christliche Gefangene aus ihrem Kerker zu befreien. Nachdem er sich geweigert hatte, den römischen Göttern zu opfern, wurde er am 4. Mai 304 ertränkt.


 

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