Ende nach fünf Jahren Vorsitz : Resi Kämling verlässt den Seniorenbeirat

von 11. Dezember 2020, 12:00 Uhr

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In all ihren Jahren beim Seniorenbeirat hat sich Resi Kämling für die Bedürfnisse der Senioren in Wittenberge eingesetzt. So auch für mehr Sitzmöglichkeiten, wie sie in der verlängerten Bahnstraße geschaffen wurden.
In all ihren Jahren beim Seniorenbeirat hat sich Resi Kämling für die Bedürfnisse der Senioren in Wittenberge eingesetzt. So auch für mehr Sitzmöglichkeiten, wie sie in der verlängerten Bahnstraße geschaffen wurden.

Nach fünf Jahren als Vorsitzende, verlässt Resi Kämling den Seniorenbeirat. Wer ihre Position übernimmt, ist unklar.

Wittenberge | "Legt euch nicht mit Frau Kämling an. Die ist hartnäckig." An diese Worte des Bürgermeisters Oliver Hermann, erinnere sich Resi Kämling genau, wie sie lachend erzählt. In ihren fünf Jahren als Vorsitzende des Seniorenbeirates habe sie viel erreicht. Nicht immer sei es einfach gewesen, aber aufgeben sei für die Rentnerin nicht in Frage gekommen. Seit über 50 Jahren war Kämling ehrenamtlich tätig. Angefangen habe damals alles in der Feuerwehr, seitdem sei sie immer wieder in Vorständen vertreten gewesen. "Ich war schon immer sehr neugierig und ich wollte schon immer etwas bewegen." Geboren wurde die gelernte Verkäuferin in Boitzenburg. 1973 führte ihr Weg sie nach Wittenberge. Hier war sie bereits ein Teil der Volkssolidarität, rutschte von dort aus in den Seniorenbeirat rein. Insgesamt acht Jahre war sie nun Mitglied, fünf davon fungierte sie als Vorsitzende und vermittelte stetig zwischen den Senioren Wittenberges und dem Rathaus. "Bankbeauftrage der Stadt" "Die Zusammenarbeit mit der Stadt war manchmal ein Kampf aber im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen. Mit dem Bürgermeister und vielen Mitarbeitern der Stadtverwaltung konnte man immer gut reden. Auch zu Marina Hebes vom Bündnis für Familie hatte ich ein tolles Verhältnis. Die Zusammenarbeit war klasse", erzählt die Rentnerin und schwelgt dabei in der Vergangenheit. In all den Jahren habe sie viel erreicht, wie zum Beispiel die erfolgreiche Forderung nach einer Bushaltestelle im Horning. "Irgendwann wurde ich mal die "Bankbeauftrage der Stadt" genannt, weil ich mich immer für mehr Sitzmöglichkeiten in der Öffentlichkeit eingesetzt habe. Sowas bleibt dann in Erinnerung." Doch mehr Aufmerksamkeit für Senioren zu schaffen, war nicht die einzige Aufgabe als Vorsitzende des Seniorenbeirates. Sie engagierte sich ebenfalls im Kreisseniorenrat, wo sie die Stadt Wittenberge vertrat. Außerdem organisierte Kämling regelmäßig Veranstaltungen, Ausflüge und Freizeitaktivitäten für die ältere Generation der Elbestadt. "Die älteren Leute sind doch genau so ein Teil der Stadt und müssen deswegen auch Aufmerksamkeit bekommen. Wir dürfen nicht vergessen werden. Gerade auch die Rentner die nicht bei Vereinen wie der Awo oder der Volkssolidarität organisiert sind, müssen die Möglichkeit bekommen rauszukommen. Das war mir immer sehr wichtig." Um "rauszukommen" suchte Kämling immer nach neuen Ideen, organisierte Busfahrten zu verschiedenen Orten der Prignitz, der Altmark, aber auch in h Mecklenburg-Vorpommern. Besonders in Erinnerung geblieben, sei ihr ein Ausflug zur Rumpelscheune in Muggerkuhl. "Es war so schön da. Wir saßen im Garten, es gab Kaffee, Kuchen und Grillwürstchen. Es wurde Musik gespielt. Die Leute haben einen Nachmittags schön getanzt. Das war toll." Dankbarkeit ließ sie weitermachen Diese Freude und diese Dankbarkeit die ihr für ihr Engagement entgegengebracht wurde, habe die Rentnerin all die Jahre weitermachen lassen. Umso trauriger sei sie nun, dass sie den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen nicht länger ausführen könne. Und nicht nur sie selbst empfinde Trauer darüber, dass diese Zeit nun ein Ende finden muss. Es ist schlimm, dass sie geht. Sie hat das so toll gemacht. Ich hoffe, es findet sich jemand, der ihren Platz einnehmen wird. Auch außerhalb des Seniorenbeirates gab es eine rege Resonanz zu ihrem Ausstieg. Im Rathaus sei man traurig, dass diese Zusammenarbeit nun enden würde. Stadtverordnete verabschiedeten sich sogar über ihre Social-Media-Kanäle. Facebook Iframe Fast ein Jahrzehnt für den Seniorenbeirat, noch viel länger für andere Organisationen hat sich Frau Kämling ehrenamtlich eingesetzt. Das verdient Respekt. Regelmäßig war die ehemalige Vorsitzende bei Diskussionen und Ausschüssen vertreten, dass damit nun ein großes Loch zurückbleibe, merkt auch Stadtverordneter Sören Herms an. Wer in Zukunft dieses Loch füllen wird, ist noch ungewiss. "Ich hoffe es wird jemand meinen Platz einnehmen, der Spaß an der Arbeit hat und die Senioren rausholt. Das wünsche ich mir sehr für die Zukunft der Stadt."...

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