94 Mal rückten die Kameraden aus

Freiwillige Feuerwehren der Gemeinde Karstädt absolvierten 2013 insgesamt 42 Brandeinsätze und 52 technische Hilfeleistungen

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25. März 2014, 16:26 Uhr

„Nach den drei Städten in unserem Landkreis sind wir die Gemeinde mit den meisten Einsätzen im vergangenen Jahr“, berichtete Gemeindewehrführer Heino Gerloff auf der jüngsten Karstädter Gemeindevertretersitzung den Abgeordneten.

Das heißt, dass im gesamten Gemeindegebiet Karstädt die Kameraden 94 Mal ausrücken mussten. Das waren 33 Einsätze mehr als 2012.

Insgesamt wurden die 17 Ortswehren mit ihren rund 360 Aktiven zu 42 Bränden und zu 52 technischen Hilfeleistungen(darunter 10 Verkehrsunfälle, 14 Sturmschäden) gerufen. Unter den Brandeinsätzen waren einen Großbrand und 12 Mittelbrände (zumeist Brände von Strohlager) zu bekämpfen. Das sind zehn Brandeinsätze, und 23 technische Hilfeleistungen mehr als im Jahr zuvor.

Auch im Bereich der Ausbildung waren die Kameraden aus der Gemeinde Karstädt aktiv. So wurde die Grundausbildung zum Truppmann Teil 1 von 13 Kameraden absolviert und von 18 Kameraden der Teil II. An der Kreisfeuerwehrschule absolvierten sieben Kameraden die Ausbildung zum Truppführer, fünf zum Atemschutzgeräteträger und 13 zum Sprechfunker. Zwölf Kameraden bildeten sich zu Maschinisten für TS oder Löschgruppenfahrzeug aus. Außerdem nahmen fünf Kameraden am Fahrsicherheitstraining teil. Die jährlichen Übungsläufe für Atemschutzgeräteträger wurden durchgeführt. An der Landesfeuerwehrschule wurden drei Gruppenführer und ein Zugführer ausgebildet. Das Führungskräfteseminar Digitalfunk an der Landesfeuerwehrschule besuchte ein Kamerad.

„Die Ausbildung müssen wir in diesem Jahr weiter vorantreiben“, so Heino Gerloff, der damit sowohl die örtliche als auch die überörtliche Ausbildung meint. Auch die Durchführung von Übungen steht auf seinem Plan. Da will er gern die guten Erfahrungen der letzten Jahre mit den Feuerwehren der Städte Wittenberge und Perleberg fortführen.
Im Bereich der Verbesserung der Löschwasserversorgung sei man auf einem guten Weg. „Da wurde jährlich daran gearbeitet. In allen Orten gibt es Löschwasserstellen, die aber nicht immer den gesetzlich festgelegten Höchstabstand von 300 Metern einhalten können. Das ist aber alles eine organisatorische Sache“, so Gerloff. In diesen Tagen wurde auch ein neuer Brunnen in Dallmin fertig gestellt. Mittel- und langfristig müssen weitere finanzielle Mittel für die Erneuerung oder Sanierung der erforderlichen Löschwasserentnahmestellen bereitgestellt werden.

Und dann führte der Gemeindewehrführer noch die Problematik der Einführung des Digitalfunks aus. „Mitte des Jahres werden die Fahrzeuge ausgerüstet. Im nächsten Jahr wird der analoge Funk abgestellt. Bis dahin müssen wir komplett umgestellt haben.“ In diesem Jahr sollen die Geräte für 20 Fahrzeuge im Gemeindegebiet und zusätzlich ca. 20 Handfunkgeräte laut beschlossener Haushaltssatzung vom 13. März angeschafft werden. So müssen 2015 noch mindestens 40 Stück angeschafft werden, um bei Einsätzen einigermaßen normal arbeiten zu können.

Zu guter Letzt trat Gerloff noch mit einer Bitte an die Gemeindevertreter, „dass meine Stellvertreter durch einen Beschluss auf Ihrer nächsten Sitzung auch offiziell dazu ernannt werden, um ihre Arbeit zu würdigen“. Gerloffs Stellvertreter sind Maik Hortig (Nebelin), Doreen Henke (Pröttlin) und Raik Sohns (Premslin).

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