zur Navigation springen

Lotte-Lehmann-Akademie in Perleberg : 9. Sommerakademie gestartet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Internationales Teilnehmerfeld wird von renommiertem Dozententeam für die großen Bühnen gecoacht.

von
erstellt am 07.Aug.2017 | 11:50 Uhr

Kontinuität, Qualität gepaart mit Individualität – das sind die Markenzeichen der Sommerakademie. Zum 9. Mal in Folge ist sie für drei Wochen Probenraum, Podium und Bühne für junge Opernsänger, die sich anschicken die Bretter, die die Welt bedeuten zu erobern. Sie sind alles andere als Anfänger in dem Fach, das Lotte Lehmann, eine der großen Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts, einst verkörperte. In Perleberg stand die Wiege der Opernsängerin und nach Perleberg ist sie zurückgekehrt, denn ihrem Geist und Vermächtnis hat sich die Sommerakademie verschrieben. Stimmliche Rohdiamanten erhalten hier ihren Brillantschliff. Eine gestandene Crew renommierter Dozenten, darunter Meisterschüler Lehmanns, unter der künstlerischen Leitung von Angelo Raciti hat sich das zur Aufgabe gemacht und stößt damit weltweit auf Interesse. Denn auch in diesem Jahr kommen die Teilnehmer aus den USA, Chile, Finnland, Brasilien, Italien, Polen, Spanien und Deutschland. Mit Julia Schumacher ist nicht nur die Preisträgerin der Lehmannwoche 2016 mit dabei, sondern auch eine junge Prignitzerin. Sie studiert Bühnengesang, speziell Oper, in Rostock und ist im letzten Mastersemester. Gesangstraining und davon viel, um trotz Lampenfieber die erarbeitete Leistung noch besser abzuliefern, das erhoffe sie sich. Wichtig sei ihr zudem, die Kritik anderer Lehrer aus den unterschiedlichen Bereichen. Bewegung, Interpretation, Rolle, Technik – es gebe so viel, an dem sie unter dem Blickwinkel und mit Hilfe des Dozententeams arbeiten möchte.

Für Alex Green ist es Akademiepremiere. Der Tenor aus den USA, der seit zehn Jahren in München lebt, freut sich insbesondere aufs Einzeltraining. Wichtig seien aber genauso Kontakte zu anderen Künstlern.

In Finnland zuhause, hier auch ihren Bachelor gemacht und gegenwärtig in Schweden auf Oper im Masterstudium ist die junge Mezzosopranistin Johanna Fiskaali. „Genau darum bin ich auch hier“, fügt sie lachend an. Neben Technik, Interpretation wolle sie auch erfahren, was eine junge Sängerin mitbringen muss, um im Opernbusiness zu bestehen.

Neu in der Dozentenrunde ist Pianist Ara Khachaturian. Sein Wissen, Stilistik und die Phrasierung, wie man beispielsweise Mozart und Wagner interpretiert, an junge Menschen weiterzugeben darauf freue er sich. So eine kleine ruhige Stadt biete dafür gute Voraussetzungen.

Hagen Boddin, stellvertretender Bürgermeister, hatte zuvor die ersten Teilnehmer und Dozenten willkommen geheißen. In den kommenden Tagen werden sukzessive weitere in den Kursbetrieb einsteigen. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen