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Fundmunition bei Düpow : 82mm-Granate auf Acker gesprengt

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Transport zu gefährlich, Entschärfung an Ort und Stelle / Verkehr auf der B 5 unweit von Düpow gestern für rund 15 Minuten lahmgelegt

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 21:00 Uhr

Dienstag 10.40 Uhr: Ein dumpfer Knall, Erde wird in die Luft gewirbelt. Minuten vergehen, dann ertönt das Signalhorn dreimal. Die Sprengung war erfolgreich, der Verkehr auf der B 5 kann wieder rollen.

Beim Kartoffelroden hatten Arbeiter auf einem Acker unweit von Düpow eine Granate gefunden. Wobei, auf den ersten Blick glich der eigentümliche Brocken eher einem großen Stein. „Es ist schon erstaunlich, dass sie einen Munitionsfund vermuteten“, räumt Gerd Fleischhauer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg ein. Beim Ordnungsamt der Stadt jedenfalls klingelt an jenem Freitag das Telefon. Sofort macht sich Uwe Schleich, zuständiger Mitarbeiter, ein Bild von dem, was da im Boden liegt. Und eins gleich per Handy für den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Die Ferndiagnose: Hände weg, das könnte Granatwerfermunition sein. Der Verdacht bestätigt sich. Auf 82-Millimeter-Granatwerfermunition aus dem zweiten Weltkrieg sind die Arbeiter gestoßen – stark verrostet, „die Zünder sind mechanisch vorbelastet, freie Zündelemente zu sehen. So was legt man sich nicht mehr ins Auto und transportiert es ab“, erläutert Gerd Fleischhauer kurz die Situation. Der Fund wird gesichert.

Gestern dann die Sprengung. Ein 500 Meter Sperrkreis wird gezogen. Bei Uwe Schleich laufen die Fäden zusammen. Unterstützt wird er von seinem Kollegen Robert Kazmierczak und Detlef Brenning vom Plattenburger Ordnungsamt, denn die Granate liegt an der Gemarkungsgrenze. Amtshilfe leisten die Kameraden der Perleberger Feuerwehr und die Polizei, darunter die Perleberger Revierpolizisten. Sie beziehen Posten am Burghagener Damm, Uenzer Weg und unweit der Ziegelei an der B 5. An der Brücke über den Jeetzbach sichern die beiden Mitarbeiter des Perleberger Ordnungsamtes. „Der Landwirt ist verständigt, eigentlich dürfte sich jetzt nichts tun auf den Äckern innerhalb des Sperrkreises“, konstatiert Uwe Schleich. Ein landwirtschaftliches Gespann, das Gülle auf ein Feld ausbringt, nähert sich jedoch bedenklich dem Sperrkreis. Die Kollegen des Ordnungsamtes fahren ihm entgegen. Kurzer Wortwechsel, dann ist alles geregelt, das Gespann dreht um, legt eine Zwangspause ein.

10.25 Uhr das Signal zur Sperrung der B 5. „Auf Grund der Hochspannungsleitung, die hier über den Acker geht, mussten wir den Sperrkreis so wählen, die B 5 mit einbeziehen“, verdeutlicht Uwe Schleich. Von den einzelnen Posten kommt über Funk die Bestätigung, dass alles gesichert ist. Derweil sind Gerd Fleischhauer und sein Kollege Wolfgang Trampenau an der Zündstelle. Die Fundmunition ist zirka einen Meter tief im Boden, die Ladung angebracht. Per Fernzünder erfolgt die Sprengung. Übrig bleibt ein kleiner Krater und und einige Reste von geberstenem Stahl.

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