Wittstock/Röbel : 80 kilometerlange Irrfahrt: Falsche Feuerwehr zu Unfall auf A19 geschickt

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Foto: Susan Ebel

Das hätte Leben kosten können: Kameraden aus Röbel müssen zu Unfall nahe Wittstock ausrücken - obwohl die Region nicht mehr in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt.

svz.de von
23. Mai 2017, 21:30 Uhr

Ein Unfall auf der Autobahn 19 bei Wittstock hat am Abend für eine 80 kilometerlange Irrfahrt der alarmierten Rettungskräfte gesorgt. So musste die Freiwillige Feuerwehr aus Röbel zu einem Unfall kurz vor der AS Wittstock ausrücken, obwohl es gar nicht mehr der Zuständigkeitsbereich der eingesetzten Feuerwehr war. "Wir wunderten uns über die Alarmierung, fuhren aber trotzdem raus. Wir hatten am Abend Gewitter, es hätte ja sein können, dass die zuständige Feuerwehr Wittstock im Einsatz war", sagte uns Wehführer Danny Karnatz.

Unseren Recherchen zufolge, kam die Anforderung über die Rettungsleitstelle Potsdam. Die Rettungsleitstelle Neubrandenburg hat daraufhin die Feuerwehr Röbel, einen Notarzt und einen Rettungswagen aus Bollewick alarmiert. Rund 80 Kilometer legte die Feuerwehr zurück, bis sie wieder zurück in Röbel waren. Die Feuerwehr Wittstock war zu dieser Zeit jedoch nicht im Einsatz. „Wären hier noch Personen eingeklemmt gewesen, wäre kostbare Zeit verloren gegangen", sagte Karnatz.

Der 66-jährige Fahrer kam aufgrund von Aquaplaning links von der Fahrbahn ab und prallte in die Mittelschutzplanke. Der Transporter kippte anschließend auf die Seite und schleuderte von der Autobahn. Der Fahrer war glücklicherweise nur leicht verletzt und kam mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Plau am See.

Die Autobahn 19 musste in Richtung Berlin für längere Zeit voll gesperrt werden.

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