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21. Internationale Elbefahrt : 70 Paddler sind auf Elbtour

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Wassersportler steuern Garsedow seit zwölf Jahren an - Das Vereinshaus wird in neuer Wasserwanderkarte vermerkt

von
erstellt am 21.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Die Handschuhe sind durchnässt. Das Regenwasser hat sich seinen Weg über die Bündchen an den Handgelenken ins Innere der eigentlich dichten Jacken gesucht. „Die knapp 40 Kilometer von Havelberg hierher hatten es in sich. Der Regen war sehr unangenehm“, sagen Joachim Pestke und Erhard Jübermann. Die beiden paddeln mit zirka 70 anderen Sportlern elbabwärts. „Wir machen mit bei der 21. Internationalen Elbefahrt“, erzählen die Männer.

Am Sonntagabend haben die Elbpaddler im Bootshaus in Garsedow festgemacht. Nur die Harten bauten ihre Zelte im nassen Gras auf. Die meisten Gäste konnten im Haus unterkommen. „Wir haben hier ja Zimmer und oben die Bootshalle“, sagt Lothar Haase, Chef des Wassersportvereins, der das Bootshaus betreibt.

Nachdem Jübermann und Pestke die nassen Sachen ausgezogen haben, wird die Zeit bis zum Abendbrot am Computer genutzt. Die beiden Männer verbinden sportliche Ambition, nämlich das Paddeln, mit Beruflichem. Jübermann gibt im gleichnamigen Verlag Karten für Wasser- und Radwanderer heraus. Teil 1 mit der Elbe vom Eintritt in die BRD bis zum Magdeburger Wasserstraßenkreuz ist quasi bis auf den Meter vermessen, die Quartiere sind aufgelistet und mit ihren Leistungen ordentlich vermerkt.

In Teil II, für den Pestke und Jübermann derzeit noch Daten recherchieren, soll das Garsedower Bootshaus als Quartier genannt werden, sagen die beiden und versichern: „Bei uns wird nur veröffentlicht, was wir auch persönlich gesehen haben.“ Garsedow können sie empfehlen. Für die Internationale Elbefahrt ist das Bootshaus schon seit Jahren ein Stammquartier. „Die Sportfreunde sind jetzt zum zwölften Mal hier“, weiß Haase.

Am 5. Juli haben die Paddler ihre Boote in Bad Schandau bei Stromkilometer 10 auf deutscher Seite eingesetzt. Am Freitag soll Geesthacht erreicht sein. „Das ist dann bei Elbkilometer 583,9“, sagt Peter Papowski. Wie die meisten der Teilnehmer ist er bereits im Seniorenalter, hat aber sportlich keine Probleme, mitzuhalten. Nicht alle, das erzählt er noch, absolvieren die gesamte Strecke. „Wir sind eine große Gemeinschaft, zu der man auf selbstbestimmte Zeit gehören kann.“

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