Nadelöhr wird beseitigt : 7. Oktober: Baustart an der B 189

Seit Mittwoch stehen die Hinweisschilder.  $
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Gut dreieinhalb Millionen Euro werden in die Beseitigung des rund zwei Kilometer langen Engstückes in Groß Pankow investiert

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25. September 2015, 12:00 Uhr

Lange wurde geplant und vorbereitet – nun geht es endlich los: Am 7. Oktober startet um 9 Uhr in Groß Pankow mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Ausbau des letzten Teilstücks der Bundesstraße 189 im Landkreis Prignitz. Für die Beseitigung des Nadelöhrs ist eine Bauzeit bis September 2017 angesetzt.

Zunächst werde das Ganze nicht allzu viele Einschränkungen für Kraftfahrer mit sich bringen, sagte gestern Jürgen Franke vom Landesbetrieb Straßenwesen auf Nachfrage unserer Redaktion. Auch Dr. Cornelia Mitschka, Pressesprecherin des Landesbetriebes, bestätigt, dass im ersten Abschnitt des insgesamt rund zwei Kilometer langen Teilstücks die freie Strecke vom ausgebauten Teil Retzin-Groß Pankow bis zur Ortsdurchfahrt errichtet werden soll. „Es wird also neben der bestehenden Trasse gebaut“, so Mitschka. Weitere Details zum genauen Ablauf und vor allem dazu, wann es welche Einschränkungen und Umleitungen während der Bauzeit geben wird, könnte man momentan aber noch nicht benennen, schränkt Jürgen Franke ein. „Wir müssen uns erst einmal die Technologie der Baufirma anschauen. Die Bauanlaufberatung findet am 1. Oktober statt“, macht der Experte deutlich. Entsprechende Hinweise für Verkehrsteilnehmer werde es dann fortlaufend geben. Überdies werde man in den ersten Monaten des Projekts auch noch Zeit darauf verwenden müssen, die Ausführungsunterlagen für die notwendigen Brückenbauwerke zu erstellen.

Laut Planung sollen im ersten Bauabschnitt unter anderem auch ein neuer Knotenpunkt vor dem Ort mit der Gemeindestraße (westlich) und ein Radweg bis zum Knotenpunkt errichtet werden. Zudem m wird auf 230 Metern das Flüsschen Panke umverlegt.

Der zweite Abschnitt beinhaltet dann die Ortsdurchfahrt selbst: Die Fahrbahn wird auf 6,50 Meter Breite ausgebaut. Neu angelegt werden eine Links- und eine Rechtsabbiegerspur sowie zwei Verkehrsinseln mit gleichzeitiger Querungshilfe. Der jetzige Ampelbereich wird durch einen Zebrastreifen ersetzt, der Übergang beleuchtet – eine Kompromissvariante, nachdem eine Bürgerinitiative lange um den Erhalt der Fußgängerampel gekämpft hatte. Auch die Bushaltestelle wird neu konzipiert und die Fahrbahnüberquerung dort sicherer gemacht.

Zuletzt sollen im dritten Bauabschnitt die Knotenpunkte „Am Karpfenteich“/Kreisstraße 7053 zusammengeführt und der Wirtschaftsweg Groß Pankow-Kuhbier an den Weg zum Karpfenteich angebunden werden.

Den Löwenanteil der Investitionssumme von rund 3,68 Millionen Euro trägt der Bund mit 3,48 Millionen Euro. Auf die Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) entfallen Kosten von 160 000 Euro, auf das Land Brandenburg 40 000 Euro. In der Ortslage kreuzen sich eine Bundes-, eine Landes- und eine Gemeindestraße. Auftragnehmer ist die Firma Matthäi aus dem brandenburgischen Velten, informiert Jürgen Franke.

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