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Der Prignitzer

24. November 2017 | 01:15 Uhr

Spendenaktion : 350 Euro für Lebensretter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Physiotherapie im Wittenberger Gesundheitszentrum unterstützt die Deutsche Knochenmarkspenderdatei

von
erstellt am 25.Okt.2014 | 12:00 Uhr

„350 Euro, das reicht für sieben neue Typisierungen.“ Mit Freude nahm Michael Path, Botschafter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, am Donnerstag den Scheck von der Physiotherapiepraxis im Wittenberger Gesundheitszentrum entgegen.

Rückblick: Zum Tag der offenen Tür im Gesundheitszentrum am 24. September hatten sich die Mitarbeiterinnen um Praxisleiterin Gabriele Jaehn etwas Besonderes ausgedacht. „Wir ,kneteten‘ für einen guten Zweck, denn der gesamte Erlös der Massagen dieses Tages sollte gespendet werden. Durch frühere Aktionen sind wir auf die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, die sich um die Typisierung von potenziellen Knochenmarkspendern und die Archivierung ihrer Kontaktdaten kümmert, aufmerksam geworden und haben beschlossen, hier zu helfen“, so die Chefin.

30 Patienten fanden die Idee super, konnten bei einer Massage wunderbar entspannen und füllten anschließend die Spendenkasse. „277 Euro sind auf diese Weise zusammen gekommen, und die Geschäftsführung des Gesundheitszentrums hat auf 350 Euro aufgerundet“, so Jaehn.

Das Gesundheitszentrum ist eine Tochter der Kreiskrankenhaus Prignitz gGmbH, die seit Jahren die DKMS unterstützt. „Unsere Krankenpflegeschüler organisieren zweimal Jährlich einen Blutspendetermin, bei dem auch Typisierungen angeboten werden“, sagt Jacqueline Braun, Pressesprecherin des Krankenhauses.

Michael Path indes konnte über die Arbeit der DKMS aus erster Hand berichten. „2007 habe ich mich typisieren lassen. Damals wurden mehrere solcher Aktionen in der Prignitz initiiert, um jemandem aus dem Kreis zu helfen. Ich kam aber offenbar als Spender nicht in Betracht. 2010 allerdings bekam ich dann einen Anruf, dass ich als potenzieller Spender für einen Jungen aus Spanien in Frage komme und habe schließlich selbst Knochenmark gespendet. Der Junge ist heute 11 Jahre alt.“ Die Knochenmarkszellen seien ihm bei einer Art Dialyse entnommen worden, berichtet Path. „Es war nicht wirklich schlimm.“

All jenen, die sich über die Arbeit der DKMS informieren oder wissen wollen, wie eine Knochenmarkspende abläuft, steht Michael Path gern als Ansprechpartner in seinem Perleberger Versicherungsbüro zur Verfügung. „Wer Fragen hat, kann gerne bei mir in der Karl-Marx-Straße 5 vorbei kommen und sie stellen. Ich kann sicher einige
der Vorbehalte ausräumen.“

Für die Physiotherapeutinnen steht indes fest, dass das „Kneten für den guten Zweck“ keine einmalige Aktion bleibt. „Irgendwas in dieser Art werden wir wieder machen, da sind wir uns einig“, so Gabriele Jaehn.

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