zur Navigation springen

FFw Putlitz zieht Resümee : 31 Einsätze und eine gute Idee

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Putlitz: Aktive Frauen und jüngere Kameraden stärken die Reihen

von
erstellt am 22.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Putlitz – Zeit, Bilanz zu ziehen. Zu insgesamt 31 Einsätzen wurden die Kameraden im zurückliegenden Jahr gerufen – acht weniger als 2013. Sie unterteilen sich wie folgt: sieben Löscheinsätze, 16 technische Hilfeleistungen, eine große Waldbrandübung im Raum Mesendorf, die Brandsicherheitswache bei der VuuV sowie der Auf- und Abbau der drei Kilometer langen Wasserleitung für dieses Event. Überdies gab es sechs Fehlalarme.

Die FFw zählt derzeit 27 aktive Mitglieder, darunter sechs Frauen und drei Kameraden, die 2014 von der Jugend- in die Erwachsenenwehr übernommen werden konnten. Der Altersdurchschnitt beträgt 38 Jahre. Interessanter Aspekt am Rande: Das Interesse der aktiven Kameradinnen an Ausbildung und Einsätzen war das letzte Jahr sehr hoch – dank der Frauen bleibt die Mitgliederzahl relativ konstant.

Das größte Problem ist in Putlitz – wie bei den meisten Wehren: Neue, gute und interessierte Mitglieder für die Tätigkeit in der Feuerwehr zu gewinnen. „Das Interesse, sich für einen guten Zweck zu engagieren, lässt leider in der Bevölkerung immer mehr nach, da gerade die Mitglieder einer freiwilligen Feuerwehr oft viel Zeit unentgeltlich investieren müssen“, stellte der Putlitzer Ortswehrführer Silvio Waehlan fest. Für jeden Vorschlag, wie man neue Mitglieder werben könne, sei er dankbar. Seiner Meinung nach fehlen konstruktive Vorschläge seitens der Regierung. Auch und gerade in der Region nehme der Personalschwund zu. „Was nützt einem die moderne Technik, wenn die Kameraden fehlen, die sie bedienen können?“, fragt Waehlan. Trotz der dünnen Personaldecke habe man die Aufgaben sehr zufriedenstellend meistern können.

Eine wichtige Basis dafür ist die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute. So absolvierte Kamerad Denny Kenzler an der Landesfeuerwehrschule erfolgreich den Lehrgang zum Gruppenführer, Guido Korn an der Kreisfeuerwehrschule die Ausbildung zum Atemschutzüberwacher. Die Frauen und Jungkameraden haben ihren Truppmann- bzw. Truppfrau-Kurs gemacht. Zudem wurden alle Kameraden im Umgang mit dem Digitalfunk geschult.

Die Jugendfeuerwehr unter Regie von Matthias Waehlan und Denny Kenzler nahm im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung. Gleichwohl sei es auch in dieser Altersklasse schwierig, ein schlagkräftiges Team zusammenzubekommen, dem es Spaß und Freude macht, Feuerwehr zu erleben.

Die einzige Truppe der Putlitzer Wehr, die keine Personalprobleme hat, sind die Senioren. Ein Teil von ihnen nimmt regelmäßig am Feuerwehr- bzw. am Vereinsleben teil. In Gesprächen mit der Pritzwalker Seniorenkameradschaft kristallisierte sich heraus, dass es wünschenswert wäre, wenn man sich bei Ausflügen oder anderen Anlässen zusammenschließen würde. Schließlich kennen sich die Blauröcke untereinander und haben sich nach all den Jahren sicher immer viel zu erzählen.

Was die technische Ausstattung der FFw Putlitz abgeht, ist in den nächsten Jahren die Neuanschaffung eines Löschfahrzeuges HLF 20 geplant. Das Auto soll das derzeitige Gefährt LF 16 ablösen. Da es in Putlitz und Umgebung eine Vielzahl von Biogasanlagen gebe, sei es zudem dringend erforderlich, auch endlich Messgeräte für die Feuerwehr zu kaufen, machten die Verantwortlichen in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Wünschenswert wäre, dass sich auch die entsprechenden Firmen an der Beschaffung der Geräte finanziell beteiligen. Im Unglücksfall müssten die Kameraden ihr Leben aufs Spiel setzen – dieses Risiko wolle künftig sicher niemand zu verantworten haben, so die Wehrführung.

Alle Kameraden, die ihre Truppmann- bzw. Truppfrau-Ausbildung bestanden haben, erhielten 2014 die entsprechende komplette Schutzbekleidung. Eingetroffen sind auch die Helme für die Atemschutzgeräteträger, sie werden demnächst verteilt. Symbolisch und stellvertretend nahm Maschinist Frank Krüger den ersten Helm in Empfang.

Als wiederholenswert wurde die Florian-Messe 2014 bewertet. Zu dieser guten Idee gab es auch viele Anfragen von anderen Wehren und Städten, so dass die Putlitzer Kameraden über eine Neuauflage in diesem Jahr nachdenken. Pfarrer Volkhard Spitzner stünde wieder zur Verfügung.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen