Biogasanlage Wolfshagen : 3000 Kubikmeter Gülle laufen aus

Ein Schwall von Gülle ergießt sich auf dem Gelände.
Ein Schwall von Gülle ergießt sich auf dem Gelände.

Feuerwehren und Mitarbeiter der Biogasanlage Wolfshagen verhindern am frühen Abend Eintrag in die Stepenitz.

svz.de von
20. Juli 2014, 22:00 Uhr

Der beißende Gestank von Gülle macht sich mittlerweile in der ganzen Umgebung von Wolfshagen breit. Es ist Sonntag, kurz nach 16 Uhr: Ein Auslaufstutzen der Biogasanlage bricht, 3000 Kubikmeter Gülle laufen aus, verwandeln das unmittelbare Umfeld in eine große Jauchegrube. Ein Schutzwall verhindert, dass sich der stinkende Schwall noch weiter ergießt. Einzig ein Graben ist da und damit die Gefahr, dass die Gülle in die Stepenitz gelangt. Kameraden der Wolfshagener Feuerwehr, unterstützt von den Klein Gottschowern und Seddinern, versuchen diese Gefahr zu bannen. Mit Strohballen und Erde wird der Zufluss zur Stepenitz geschlossen. Die Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens sorgen mit Radladern immer wieder für Nachschub an Material. Ein harter Job für alle vor Ort, die tropischen Temperaturen sorgen da noch für das Übrige. Am Ort des Geschehens auch Silvia Schmidt von der unteren Wasserbehörde des Landkreises. Von ihr ist zu erfahren, dass einzig der Graben eine neuralgische Stelle sei. Und die werde dicht gemacht. Ansonsten seien keine Schäden für die Umwelt zu befürchten. Der Betreiber der Anlage ist in der Pflicht, die ausgelaufene Gülle abzupumpen und kontaminierten Boden abzutragen.

Was die Ursache für das Brechen des Stutzen war, darüber konnte man zum gestrigen Zeitpunkt nur Vermutungen anstellen. Als naheliegend wird ein Materialfehler angenommen.

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