300 Euro für einen Beamer

300 Euro vom Verein der Bundestagsfraktion übergab Kirsten Tackmann (r.) an Marlies Schmidt und stockte den Betrag noch auf.
300 Euro vom Verein der Bundestagsfraktion übergab Kirsten Tackmann (r.) an Marlies Schmidt und stockte den Betrag noch auf.

Verein der Bundestagsfraktion „Die Linke“ unterstützt Projekt der Prignitzer Insolvenzhilfe, das den Paritätischen Stiftungspreis 2014 erhielt

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10. Dezember 2014, 11:27 Uhr

„Es geht definitiv weiter“, freut sich Grit Pluskwig von der Insolvenzhilfe Prignitz e. V. Sie betreut das Präventionsprojekt „Armut und Reichtum in unserer Heimat“. Für jenes übergab Linken-Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann gestern 300 Euro vom Verein der Bundestagsfraktion „Die Linke“ e. V. für einen dringend benötigten Beamer. 200 Euro zahlen die Abgeordneten monatlich ein, Geld, mit dem bundesweit Projekte unterstützt werden. Und da 300 Euro für das Prignitzer Vorhaben nicht ganz reichen, stockt Kirsten Tackmann spontan den Betrag um die Restsumme von rund 150 Euro auf – Geld aus der Diätenerhöhung, das sie seit Jahr und Tag gemeinnützigen Vorhaben zur Verfügung stellt. „Das Projekt der Insolvenzhilfe ist es allemal wert, weitergeführt zu werden.“ Geld – das Thema fordere förmlich die Diskussion heraus. „Und in Gestalt der Bilder und Filme erhalten wir eine Reaktion, wie der Einzelne darüber denkt, was für ihn Armut und Reichtum ist. Ein ganz wichtiger Aspekt für die Politik, die zumeist sendet und sendet, aber zu wenig empfängt“, so Tackmann.

Skepsis, dann Interesse, das in Kreativität mündet – so könnte man im Stenogrammstil beschreiben, wie das Projekt bei den Schülern aufgenommen wurde, formuliert es Grit Pluskwig. Das Resultat kann sich sehen lassen: rund 40 Bilder und zwei Filme. „Und es werden mehr“, betont Dienststellenleiterin Marlies Schmidt. Die Auseinandersetzung mit den Fragen, was ist Geld wert, was ist für mich Armut, was Reichtum, die unterschiedlichen Sichtweisen der Schüler, das allein schaffe einen Spannungsbogen. Und so sollen Bilder wie auch Filme nun auch öffentlich ausgestellt werden. „Ich habe kaum die Idee ausgesprochen, da kamen schon die ersten Anfragen“, so Marlies Schmidt. Wo in der Prignitz die Exposition zu sehen sein werde, da sei man noch am Ausloten. Fest stehe nur, auch hier werden die Bilder gezeigt, für die die Insolvenzhilfe Prignitz kürzlich den Paritätischen Stiftungspreis 2014 (1. Preis) erhalten hat.


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