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Bibliothek feiert : 300 Bücher in einer öffentlichen Lesehalle

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Das war von 110 Jahren die Geburtsstunde der Wittenberger Stadtbibliothek. Seit 2015 auch Ausleihe übers Internet

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erstellt am 09.Nov.2017 | 22:00 Uhr

Mit 300 Bänden in einer öffentlichen Lesehalle beginnt die Geschichte der heutigen Stadtbibliothek. Als die Jahnschule gebaut wurde, ließen die Stadtväter sie auch mit dieser Lesehalle ausstatten – für die damalige Zeit eine sehr fortschrittliche Einrichtung in einer prosperierenden Stadt. Das war vor 110 Jahren. Gestern beging die Bibliothek den Geburtstag mit einer Lesung für Grundschüler und einem heiteren Abendprogramm.

Heute füllen 30 000 Bücher, DVDs, CDs, Hörbücher, Spiele, Zeitungen und Zeitschriften die Regale, findet der Nutzer dort auch Computerarbeitsplätze mit Internetzugang. Denn Bibliothek bedeute heute mehr als Lesen, sagt Einrichtungsleiterin Susanne Benesch, verweist aber gleichzeitig darauf, „dass das nach wie vor unsere Kernkompetenz ist und bleiben wird“. Benesch verweist auf das vielfältige Engagement der Einrichtung, Kinder früh an das Lesen heran zu führen. Seit Jahren beteiligt sich die Einrichtung beispielsweise am Programm Bifit. Die Kindergärten der Stadt machen mit. Die Vorschulgruppen kommen übers Jahr verteilt regelmäßig in die Bibliothek am Platz der Freiheit, um mehr über Möglichkeiten und Angebote zu erfahren.

1998 ist die Stadtbibliothek, die den Namen des dänischen Schriftstellers Martin Andersen Nexö trägt, aus der Bahnstraße/Ecke Bäckerstraße, wo sie seit 1952 ihr Domizil hatte, in die extra für sie hergerichteten Räumlichkeiten am Platz der Freiheit umgezogen.

Ob es der letzte Umzug war? Eher nicht. Denn mit den Plänen der Kommune, das Bahnhofsgebäude zu erwerben, um es wieder zu beleben, spielt die Bibliothek eine bedeutende Rolle. Sie soll als einer der drei Hauptmieter dort fungieren.

Zu DDR-Zeiten hatte die Einrichtung übrigens nicht nur ihren Hauptsitz in der Bahnstraße. Es gab eine extra Kinderbibliothek in der verlängerten Bahnstraße. Und im Horning war über gut 20 Jahre eine Zweigstelle ansässig.

Seit 2015 muss selbst der eifrigste Vielleser nur noch einmal im Jahr die Räumlichkeiten am Platz der Freiheit aufsuchen, nämlich um die Jahresgebühr zu entrichten. Seine Literatur kann er sich via Internet auf den heimischen Computer holen. Die Wittenberger gehören gemeinsam mit Perleberg, Pritzwalk, Bad Wilsnack, Meyenburg und Putlitz zum eMedienpool der Prignitzer Bibliotheken. Gemeinsam verfügen die Sechs aktuell über Lizenzen für 3869 elektronische Bücher und Zeitschriften.

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