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Neuer Betonwall an der Stepenitz : 285 Meter mehr Hochwasserschutz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landesumweltamt schiebt mit Betonwall der Elbe und Stepenitz bei Hochwasser einen Riegel vor

Das Landesumweltamt hat der Elbe und der Stepenitz am Veritas-Park mit der neuen Hochwasserschutzwand einen Riegel vorgeschoben. Auf einer Länge von 285 Metern grenzt die Betonwand – bestehend aus 181 in den Boden gegründeten Elementen – das Gelände bei einer Flut ab. Der Schutzwall ist für einen Wasserstand von 7,99 Meter am Pegel Wittenberge ausgelegt plus einem Meter Sicherheitshöhe, also dem sogenannten Freibord.

Gestern war die offizielle Übergabe, zu der aus Potsdam auch extra Umweltminister Jörg Vogelsänger anreiste. Der Minister würdigte nicht allein das Projekt „als vorbildliche Maßnahme“, die den im Park ansässigen Firmen Sicherheit gibt und damit an die 200 Arbeitsplätze mit sichert.

Vogelsänger versicherte in diesem Zusammenhang: „Und wir werden als Land weiter in den Hochwasserschutz investieren.“ 850  000 Euro haben der Bund mit einem Anteil von 60 Prozent und das Land mit einem Anteil von 40 Prozent in dieses Projekt investiert, das, wie Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und Veritas-Parkverwalter Ralf von Hagen gestern nachdrücklich betonten, nicht nur den Gewerbepark schütze, sondern auch die Stadt, in die sich das Wasser über den Park einen Weg bahnen würde.

Es war 2013, als die sich in die Stepenitz zurück stauende Elbe sich einen Weg auf das Veritas-Gelände bahnen wollte. Landrat Torsten Uhe erinnerte gestern an die höchst bedrohliche Situation, die nur im Zusammenwirken vieler Kräfte zu meistern war. Innerhalb von Stunden entstand im Veritas-Park ein Notdeich.

Dort, wo jetzt die neue Hochwasserschutzwand steht, mussten riesige Mengen von Sandsäcken verbaut werden. „Wir haben pro Stunde rund 220  000 Liter Wasser vom Gelände gepumpt, erinnert sich Parkverwalter Ralf von Hagen, dessen hoher persönlicher Anteil an der Geländesicherung 2013 gestern mehrfach Würdigung fand.

Für den Landkreis habe die Gefahrenabwehr eine sehr hohe Priorität, deshalb habe man alle Möglichkeiten ausgeschöpft, schnellstmöglich Baurecht für den neuen Hochwasserschutz zu schaffen. Bei einer Bauzeit von knapp einem Jahr haben das Planungs- und den Bau begleitende Büro Pöyry sowie die Eggers Umwelttechnik als hiesiges Unternehmen Qualitätsarbeit geleistet, so Projektleiter Wassili Simou und Abteilungsleiter Thomas Avermann vom Landesumweltamt.Landrat wie Bürgermeister gaben dem Minister mit auf den Weg, „dass es mit dem Hochwasserschutz in der Region weitergehen muss. Ein wichtiges Projekt direkt in Wittenberge ist die Sicherung der Altstadt. Hochwasserschutz verbindet sich dort sehr eng mit städtebaulichen Aspekten.  

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