zur Navigation springen

Landkreis Prignitz : 270 Pinguine als Trostspender

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sparkasse unterstützt Rettungsdienst und Polizei seit 2004 mit Plüschtieren, die Kindern im Einsatzfall Ängste nehmen sollen

von
erstellt am 21.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Niedlich, bunt und einfach zum Knuddeln sind sie – die 270 Plüsch-Pinguine, die der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Prignitz, André Wormstädt, gestern an Vertreter des kreislichen Rettungsdienstes und der Polizeiinspektion übergab. Gedacht sind die Trostspender für Fälle, bei denen in irgendeiner Form Kinder von Rettungseinsätzen betroffen sind. In solchen Situationen reiche ja oft schon das laute Martinshorn und das ganze Drumherum, um bei Kindern Ängste auszulösen, so Wormstädt, selbst Vater zweier Kinder.

Bei den Einsatzkräften ist diese Idee schon vor Jahren sehr gut angekommen, wie gestern Silke Brauer, stellvertretende Leiterin des Rettungsdienstes Prignitz, und Carola Schultz, Koordinatorin für den Revierdienst in der Prignitzer Polizeiinspektion, bestätigten. Zum 150. Jubiläum der Sparkasse, 2004, wurden zum ersten Mal Kuscheltiere verschenkt. Damals waren es Eisbären. Einige Jahre später wurde der Bären-Bestand dann aufgefrischt. Nun aber sind die Plüschtiere verbraucht, „und wir haben mal die Pole gewechselt: Pinguine statt Eisbären“, sagt André Wormstädt schmunzelnd.

„Als regionale Sparkasse engagieren wir uns nicht nur für kulturelle und sportliche Belange im Landkreis. Auch der soziale Bereich nimmt bei uns einen wichtigen Stellenwert ein“, betont Wormstädt gestern bei der Übergabe.

Erfahrungsgemäß reichen die Kuscheltiere zirka zwei bis drei Jahre. Natürlich, so bekräftigten gestern alle Beteiligten, wünsche man sich, dass die Trostspender so wenig wie möglich zum Einsatz kommen. Wie die anwesenden Rettungssanitäter gestern deutlich machten, sei es aber schön, dass man im Ernstfall darauf zurückgreifen könne. „Die Eisbären, die wir bislang hatten, sind wirklich extrem gut angekommen“, bestätigen Silke Brauer und Carola Schultz.

In jedem Einsatzfahrzeug sollen nun zunächst ein bis zwei Plüschis stationiert werden, die immer mit ausrücken und notfalls die Tränen der Sprösslinge trocknen können. „Es müssen wirklich nicht immer die großen, teuren Dinge sein, mit denen man Hilfe leisten kann, wir man an diesem Beispiel sehr schön sehen kann“, resümiert André Wormstädt.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen