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Der Prignitzer

23. September 2017 | 11:21 Uhr

220-Kilovolt-Leitung auf sicherem Fuß

vom

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2010 | 10:13 Uhr

Perleberg | Eine urtümliche, riesige Holzkonstruktion am Ortsausgang in Richtung Spiegelhagen und weitere Bauaktivitäten rund um die Rolandstadt lassen es erahnen: Die Masten für die Elektrizitätsleitungen werden erneuert.

Wie der Auftraggeber und Netzbetreiber, die 50 Hertz Transmission GmbH in Berlin, auf Nachfrage des "Prignitzers" mitteilte, saniert das Unternehmen auf dem Teilabschnitt Elbe bis Perleberg der 220-Kilovolt-Leitung Wolmirstedt-Güstrow die Masten. Konkret geht es dabei um Standorte an Kreuzungen mit Verkehrswegen. Sie sollen mit einem höheren Sicherheitsniveau ausgestattet werden. "Betroffen hiervon sind insgesamt 14 Freileitungsmasten", verdeutlicht Pressesprecher Volker Kamm. Die Masten werden standortgleich ersetzt, das heißt, das Mastunterteil wird um den alten Mast mit einem neuen Fundament gegründet. Nach dem Aushärten der Betonkonstruktion wird der neue, vormontierte Mast dann mit einem Kran auf das neue Unterteil montiert, nachdem man den alten Mast entfernt hat.

Ausgeführt wird das Projekt von der Starkstrom-Anlagenbau-Gesellschaft (SAG GmbH). Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund drei Millionen Euro. Im Juli wurde mit den Bauarbeiten begonnen. An und für sich wollte man im November fertig sein. Angesichts der Hochwassersituation an der Elbe werden sich die Aktivitäten allerdings bis in das erste Quartal 2011 hinziehen, so Kamm.

Die Erneuerung der beiden Masten an der Straße nach Spiegelhagen ist davon jedoch nicht betroffen, sie soll planmäßig bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Die Aktivitäten, so Volker Kamm, laufen in Absprache mit den technischen Aufsichtsbehörden der Bundesländer.

Strom für 18 Millionen Menschen

Das Unternehmen 50 Hertz sorgt für Betrieb, Instandhaltung, Planung und Ausbau des 380/220-Kilovolt-Übertragungsnetzes in Ostdeutschland und Hamburg und somit für die Stromversorgung von 18 Millionen Menschen. Das Netz erstreckt sich über eine Fläche von 109 000 Quadratkilometern und hat eine Länge von rund 9750 Kilometern, das entspricht etwa der Strecke Berlin-Rio de Janeiro. Es sichert die Netzintegration von etwa der Hälfte der in Deutschland insgesamt installierten Windkraftleistung. Der Name des Unternehmens, das seinen Sitz in Berlin hat, leitet sich von der Frequenz im Stromnetz – 50 Hertz – ab. Sie ist die Basis einer zuverlässigen Stromversorgung. Kernaufgabe eines Übertragungsnetzbetreibers ist es, diese Frequenz stabil zwischen 49,8 und 50,2 Hertz zu halten.
Quelle: 50 Hertz GmbH

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