Perleberger Feuerwehr : 209 Mal rief Pieper zum Einsatz

Übergabe der Fahrzeugschlüssel an den Ortswehrführer Christoph Böhrnsen (l.).
Übergabe der Fahrzeugschlüssel an den Ortswehrführer Christoph Böhrnsen (l.).

Perleberger Ortswehr blickt auf 2017 zurück, Stadt übergibt neues, 82.000 Euro teures Kommandofahrzeug

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05. März 2018, 20:45 Uhr

Zur Jahreshauptversammlung hatten es sich die Perleberger Kameraden aufgehoben: Die Übergabe des neuen Kommandowagens. 82 000 Euro kostet das Fahrzeug für den Einsatzleiter. Bürgermeisterin Annett Jura übergab Sonnabend offiziell den Fahrzeugschlüssel an Holger Schelle als stellvertretenden Stadtwehrführer und dieser reichte ihn dann auch gleich weiter an den Perleberger Ortswehrführer Christoph Böhrnsen.

Zuvor aber wurde das Jahr 2017 feuerwehrtechnisch noch einmal vor Augen geführt. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Es war ein alles andere als ruhiges Jahr. 209 Einsätze sind schon eine Hausnummer, wie auch der stellvertretende Stadtwehrführer einräumt. Allein zu 42 Bränden wurden die Perleberger gerufen. Zu den 167 technische Hilfeleistungen zählen auch die, für die Xavier sorgte. Zwei Tage waren die Perleberger im Einsatz, arbeiteten 65 Einsatzstellen ab, so Ortswehrführer Christoph Böhrnsen.

Ein ähnliches Bild nach dem großen Regen im Juli im Gewerbegebiet Quitzow. Durch den massiven Rückfluss von Straßen und dem Gelände drohte das Wasser in eine Firma einzudringen. Zweimal rückten die Perleberger aus, waren fast vier bzw. zehn Stunden bis tief in die Nacht hier im Einsatz, wie ihr Wehrführer die Situation noch einmal kurz Revue passieren ließ.

Zu den über 200 Alarmierungen kommen weitere 14 Türnotöffnungen, sieben mal galt es Ölspuren zu beseitigen und neun Mal wurde die Wehr kommunal angefordert. Summa summarum 1850 Stunden waren die Kameraden im vergangenen Jahr im Einsatz.

44 aktive Kameraden zählt die Wehr und nicht ohne Stolz kann der Ortswehrführer auf ein Durchschnittsalter von 38 Jahren verweisen. Missen will hier aber auch niemand die Alters- und Ehrenabteilung, die den Jungen nicht nur mit Rat zur Seite steht, sondern auch mit Tat, betont Böhrnsen und verbindet damit ein großes Dankeschön. Ein gleiches geht an die Kinder- und Jugendwehr, die seit dem 1. Januar mit Gordan Wimmer einen neuen Jugendwart hat.

Überaus Positives gibt es auch hinsichtlich Investitionen der Stadt in ihre Wehr zu vermelden. 11 000 Euro wurden für neue Rolltore in der Wache investiert, weitere 30 000 Euro, um das Dach zu sanieren. Für 4000 Euro gab es nach dem Sturm Xavier eine richtige Küche samt Thermophore, um im E-Fall problemlos auch die Versorgung sicherstellen zu können.

Umgekehrt haben die Kameraden neben den Einsätzen auch alles getan, um auf dem Laufenden zu sein. Rechnet man die Stunden für Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit zusammen, dann kommt man auf 2596 Stunden. Als überaus positiv bewertete Christoph Böhrnsen auch die gemeinsamen Dienstabende mit den Spiegelhagener Kameraden wie auch den Ausbildungstag beim THW, Ortsverband Cumlosen.

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