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Zukunftsstadt Wittenberge : 2030: Bürger erklären ihre Visionen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am Perspektivenatlas für die Zukunftsstadt wird weiter geschrieben. Neue Ausstellung im Rathaus informiert rund um das Projekt

von
erstellt am 12.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Wenn Torsten Könning sich Wittenberge 2030 vorstellt, dann denkt er an eine Ackerbürgerstadt, „die mehr landwirtschaftlich geprägt ist, als industriell“. „Für mich selbst ist es besser in einer kleinen Stadt zu wohnen.“

Könning gehörte gestern zu jenen Leuten, die Diana Lucas-Drogan und Matthias Lohmann vom Büro Subsolar auf der Straße ansprachen. Die beiden waren mit einem gelben Wägelchen unterwegs. Wichtigstes Utensil an Bord: der Perspektivenatlas als Produkt der bisherigen Diskussionsrunden und Workshops zum Thema Zukunftsstadt.

Wittenberge und Perleberg sind dieses Förderprojekt gemeinsam angegangen. Nach einer Ausstellung in Perleberg ist die Zukunftsstadt-Schau seit Wochenbeginn im hiesigen Rathaus zu sehen. Wichtigstes Exponat dieser Schau: der Perspektivenatlas.

„Natürlich hoffen wir, dass die Leute sich die Zeit nehmen, darin blättern, ihre Gedanken dazu schreiben“, sagt Lucas-Drogan. Aber darauf verlassen wollen sich die Mitarbeiter vom Büro Subsolar, das den Prozess der Zukunftsstadt für Wittenberge bisher begleitete, nicht, also ging es mit dem Zukunftsbuch zu den Leuten.

Matthias Lohmann sagt: „Es ist eine Mischung aus Archiv und Atlas.“ Archiv, weil sämtliche Ideen, Anregungen, Wünsche, Kritiken, Meinungen zur Zukunftsstadt dort niedergeschrieben sind. Atlas, weil damit ein Weg aufgezeigt ist, in welche Richtung sich Wittenberge und Perleberg entwickeln könnten.

„Wir haben die Leute befragt, was für sie von besonderer Wichtigkeit ist und was nicht“, erläutert Diana Lucas-Drogan. Die intensivere Vernetzung mit den Regionen Hamburg und Berlin spiele beispielsweise eine wichtige Rolle, ebenso wie der Wunsch nach einem Start up-Center. Alles ist nachzulesen im Perspektivenatlas. Auch die Meinungen und Positionen von gestern, und die waren durchweg recht bodenständig.

Torsten Könning wünscht sich einen lohnenswerten Platz zum Aufhalten. Auf die Nachfrage, was er von der neuen Promenade an der Elbe halte, meint er, da war er noch nicht. Nein, an der Weglänge liege es nicht. Es seien ja nur zehn Minuten zu Fuß. Und nun will der Wittenberger da wirklich mal hingucken.

Ins Gespräch kommen die Subsolar-Vertreter auch mit Julia. Sie ist Azubi. 2030? Sie hätte gern eine Chill out-Area in der Bahnstraße. Sie müsse nicht groß sein, aber mit Brunnen in der Mitte, wo man sich in der Mittagspause oder nach Feierabend entspannen kann. Die Elbe sei ihr zu groß. Bodenständig und nicht unbedingt erst auf 2030 sind die Vorstellungen von Inge Müggenburg. Für den Edeka in der Prignitz-Galerie müsse Ersatz gefunden werden, überhaupt, auf die Innenstadt komme es an, sagt die Breeserin, die nach eigenen Worten eng mit Wittenberge verbunden ist. Auch ihre Meinung wird notiert. Nächste Woche wird die Aktion fortgesetzt.  

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