Jahresrückblick Perleberg : 2017: Kreisstadtfrage und Jubiläen

Die Freigabe der Wittenberger Straße. Ein letzter Abschnitt bis an den Bahnhof steht noch aus.
Die Freigabe der Wittenberger Straße. Ein letzter Abschnitt bis an den Bahnhof steht noch aus.

Bürgermeisterin Annett Jura blickt auf turbulentes Jahr zurück/ Stadtumbauprojekte bestimmen auch 2018

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29. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende. Was haben wir gekonnt, was steht fürs neue Jahr auf der To-do-Liste der Stadt? Redakteurin Doris Ritzka sprach mit Bürgermeisterin Annett Jura.

2017 war das Jahr …?
Annett Jura: … in dem es für Perleberg um ganz viel ging. Im 200. Jubiläumsjahr der Kreisstadt stand die Frage im Raum, ob wir den Kreisstadtstatus in Zukunft halten werden. Am 15. November kam dann das offizielle Stopp für die Reform.

Im Vorfeld wurden immer wieder Stimmen laut, dass man von der Verwaltung, von den politischen Amtsträgern mehr Engagement erwarte.
Aus heutiger Sicht kann ich sagen: Gemeinsam haben wir alles richtig gemacht. „Wir können Kreisstadt“, das war nicht nur ein Slogan, sondern wir haben gemeinsam, sprich Landrat, Bürger und viele Unterstützer aus Politik und Wirtschaft, sachliche Argumente dafür geliefert, dass der Landkreis Prignitz mit der Kreisstadt Perleberg leistungsfähig ist, es einen anderen Weg geben muss, als die Bildung eines Großkreises Prignitz-Ruppin.

2017 war für Perleberg das Jahr der Jubiläen.
Da widerspreche ich nicht. 200 Jahre Kreisstadt, 15 Jahre Städtepartnerschaft mit Szczawnica und natürlich 500 Jahre Reformation. Das Kulturlandthema in Perleberg stand ganz im Zeichen der Reformation. Unter dem Motto „Religionen – Reformation – Räume“ fanden mehr als 20 Veranstaltungen verschiedener Akteure in Perleberg und Umgebung statt. Wir nutzten die Gelegenheit, unsere historische Stadt landesweit zu vermarkten.

Als historische Stadt hat Perleberg auch wissenschaftlich für Furore gesorgt.
Stimmt, 19 Studenten der Kulturwissenschaft der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Klassischen Archäologie der Humboldt-Universität zu Berlin waren drei Wochen auf archäologischer Spurensuche auf dem Galgenberg. Mit einem Absolventen der University of Bradford sowie Studenten aus Polen war gar ein internationales Team in Perleberg am Graben. Man hat Galgenfragmente gefunden, die spezifisch seien für die Zeit um 1720/21.

Was hat sich nun aber im Stadtbild selbst getan?
Eine Menge, wie ich meine: Sanierung der Wittenberger Straße zwischen Marienplatz und Feldstraße, Erneuerung der Brücke an der Pferdeschwemme, und mit dem Ausbau der Berliner Straße wurde begonnen. An dieser Stelle danke ich den Perlebergern für das Verständnis. Denn durch die Baumaßnahmen kam es teilweise zu erheblichen Beeinträchtigungen im Straßenraum.

2018 – was erwartet die Stadt?
Wieder ein Jubiläum mit zehn Jahren Lotte Lehmann Akademie. Und natürlich wird auch wieder oder weiter gebaut, so in der Berliner Straße, die Beguinenwiese wird neugestaltet, ebenso der Hagen und der Spielplatz am Berliner Weg.

Neue Aufgaben, neue Herausforderungen stehen an. Kommen Sie, liebe Perleberger, alle gut ins neue Jahr und bleiben Sie gesund!  Diesen Wünschen schließt sich Frank Döring als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Perleberg an.





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