2013 kamen weniger Touristen

Gabi Steinbrenner kommt in der Info viel in Kontakt mit Touristen. Im vergangenen Jahr kamen deutlich weniger nach Lenzen, sagt sie.
Foto:
1 von 1
Gabi Steinbrenner kommt in der Info viel in Kontakt mit Touristen. Im vergangenen Jahr kamen deutlich weniger nach Lenzen, sagt sie.

Region Lenzen verzeichnet teils massive Rückgänge / Zusammenarbeit mit Niedersachsen wirkt sich positiv aus

svz.de von
03. Dezember 2013, 11:33 Uhr

Von einem touristischen Rekordjahr, wie beispielsweise die Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH jüngst für sich verkündete, ist die Lenzener Elbtalaue weit entfernt. „Für die Elbanrainer war 2013 ganz sicher kein Rekordjahr“, sagt Rolf Fastnacht vom Tourismus- und Kulturvereins Lenzen-Elbtalaue (TKL). Der Tourismus erwies sich eher als stagnierend.

„Die Besucherzahlen im Bereich Lenzen waren leicht rückläufig“, so Fastnacht mit Blick auf das Elbhochwasser im Juni. Seine Aussage deckt sich mit der von Hans-Jürgen Kiefer, DEHOGA-Kreisvorsitzender der Region Prignitz. Der hatte in einem Interview von „bis zu 80 Prozent“ Hotel-Stornierungen im Landkreis während des Hochwassers gesprochen. „Gerade durch den ausgebliebenen Radtourismus hat es erhebliche Rückschläge gegeben, die sich in der Bilanz der Betriebe vielleicht sogar noch im nächsten Jahr bemerkbar machen werden. Bei den Hotels wird aber ein großes Loch zurückbleiben“, wurde Kiefer in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomiezeitung zitiert. Die Burg Lenzen kann davon ein Lied singen.

Für Rolf Fastnacht war aber nicht nur das Hochwasser für die ausbleibende Gästeschar verantwortlich, sondern auch die Nachwirkungen des 2012 massenhaft in der Elbtalaue aufgetretenen Eichenprozessionsspinners. „Trotz zumeist flächendeckender Besprühung sind Rückschläge zu verzeichnen. Hier besteht noch Handlungsbedarf“, fordert er.


Zusammenarbeit mit Gartow hat sich bewährt


Obwohl sicher noch verbesserungswürdig, habe sich die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe- und Tourismusverein Gartow, mit dem man unter dem Motto „Destination Elbe“ seit einiger Zeit kooperiert, bewährt. Beide Regionen geben gemeinsam einen elbübergreifenden Veranstaltungskalender heraus. Intensiviert wurde zudem die Koordinierung der Fremdenverkehrswerbung, die Erweiterung der Übernachtungs- und Freizeitangebote sowie die Zentralisierung der Hotel- und Pensionszimmervermittlung beiderseits der Elbe.

Neben der schon länger existierenden Homepage www.lenzenelbe.de erhoffen sich die Prignitzer und Wendländer mit dem gemeinsamen und in den letzten Monaten intensiv beworbenen Internetauftritt www.urlaub-elbe.de einen weiteren Schub. „Wenn man heute Suchbegriffe wie Elbe und Urlaub eingibt, finden wir uns an vierter Stelle der Startseite im Google-Ranking wieder. Dennoch ist unser Vorstand der Meinung, dass auf Grund zurück gebliebener Besucherzahlen noch intensiver am Ausbau unserer Werbung gearbeitet werden muss“, sagt Rolf Fastnacht. Aufträge zum Optimieren der Internetauftritte von professioneller Seite seien im Gespräch.

Auch die gemeinsam mit den Niedersachsen herausgegebenen Radwanderkarte „Erlebnisregion Elbtalaue Gartow – Lenzen“ sowie Flyer sollen mehr neue Gäste in die Region führen. Besonders mit dem Vertrieb der Radwanderkarte war Fastnacht zufrieden. „Mit einer Auflage von 2000 Exemplaren, davon sind über die Hälfte bereits verkauft, erwies sich unsere Karte als kleiner Renner. Eine Wiederauflage ist sehr wahrscheinlich.“

Im kommenden Frühjahr strebt der TKL zudem eine Neuauflage seines Informationsblattes an. „Hierzu wurden Gespräche mit Grafikern geführt. Es erscheint uns wichtig, ein einheitliches Layout von Webseite und Flyer zu gestalten. Ein Wiedererkennungswert ist uns in dieser Frage sehr wichtig“, so Fastnacht.

Ganz vorbei ist das Jahr für die derzeit 56 Mitglieder des Tourismus- und Kulturvereins Lenzen-Elbtalaue aber noch nicht. Die Planung und Gestaltung des Lenzener Weihnachtsmarktes am 7. Dezember (14 Uhr) auf der Burg sowie das gemeinsam mit der Stadt Lenzen organisierte Winterfest (27. Dezember) am Elbhafen stehen noch auf dem Programm.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen