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Der Prignitzer

21. November 2017 | 00:01 Uhr

200 Tonnen sorgten für Verkehrsstau

vom

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2010 | 05:44 Uhr

Perleberg | Kleines Verkehrschaos gestern zwischen 6.30 und 7 Uhr in der August-Bebel-Straße. Vier Schwerlaster werden von der Polizei in die Stadt eskortiert bis hin zur Baustelle Eisenbahnbrücke über die Stepenitz. Eine Straßenhälfte gehört hier an diesem Tag den Lastern mit den vier Elementen für die neue Bahnquerung. Mobile Ampeln führen den Verkehr halbseitig an den gewichtigen Fahrzeugen vorbei. Nacheinander werden diese auf die Baustelle gezogen und die Brückenteile von einem 500 Tonnen-Kran auf vorbereitete Stützen gehievt.

Über 200 Tonnen Stahl harren nun darauf, zu einer Brücke zusammen geschweißt zu werden. Vorgefertigt wurden sie im Unternehmen Stahlbau Magdeburg, wo auch die neue Pollobrücke für Fußgänger und Radfahrer entsteht. "Diese allerdings gleich im Ganzen", ist von Lutz Ohle, der die Montage der Elemente seitens der Magdeburger Firma begleitet, zu erfahren. Weitere 30 Tonnen am Stück werden ihren Weg nach Perleberg antreten und hier am 1. Dezember gemeinsam mit der dann komplett zusammengesetzten Eisenbahnbrücke eingehoben, wie der Fachmann sagt. Bis dahin gibt es noch jede Menge an Arbeit, müssen nicht zuletzt die alten Querungen über die Stepenitz abgebaut werden.

Um Millimeter geht es bei Heike Heidtmann und Torsten Meißner vom Vermessungsbüro Bannuscher und Meißner aus dem mecklenburgischen Wittenförden. Sie wachen darüber, dass die einzelnen Brückenelemente millimetergenau abgelegt werden, um sie dann zusammen schweißen zu können. Lage und Höhe müssen exakt austariert werden, "so lange, bis alles passt", betont Torsten Meißner.

Für rund 18 Millionen Euro entsteht diese neue Bahnquerung über die Stepenitz, ist von Bahnsprecher Gisbert Gahler zu erfahren. Der Grund für die umfangreiche Baumaßnahme: Der Prignitz-Express soll eigentlich mit Geschwindigkeiten von 80 bis 120 Stundenkilometern fahren. Eigens dafür wurde die Strecke zwischen Wittenberge und Berlin ertüchtigt. Durch Perleberg jedoch bewegte sich der RE 6 wegen des schlechten Zustandes der Stepenitz-Querung nur im Schneckentempo. Und eben das soll sich ändern.

Gebaut wird auf der alten Trasse eine stählerne sogenannte Trogbrücke mit einer Stützweite von 37,80 Metern, die auf neuen Widerlagern tiefgegründet wird. Im Zusammenhang mit der neuen Bahnbrücke über die Stepenitz wird auch die Brücke für Fußgänger und Radfahrer erneuert. Auch der Polloweg erhalte eine stählerne Trogbrücke, sprich die Schwellen liegen am Schotter an, mit einem 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg.

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