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Hinter die Kulissen der Verwaltung blicken : 200 Jahre Kreisstadt Perleberg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Dieses Jubiläum wird im April mit Festakt, Vortragsreihe im Stadt- und Regionalmuseum und Festschrift gefeiert.

von
erstellt am 27.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Mit der Bildung der Landkreise West- und Ostprignitz am 1. April 1817 erhielt Perleberg Kreisstadtstatus. Dieses Datum, das sich nun zum 200. Male jährt, will die Stadt gebührend feiern, betont Bürgermeisterin Annett Jura. Und das in vielerlei Hinsicht, wie Kulturamtsleiter Henry Schweigel den Gedanken aufgreift. Am 1. April nachmittags wird zu einem Festakt in den „Deutschen Kaiser“ eingeladen. Bereits am Morgen öffnet die Verwaltung sprichwörtlich Tür und Tor, gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Amtssitzes und angegliederter Einrichtungen. Die Bürgermeisterin erwartet in ihrem Büro die Bürger, im Freizeitzentrum „Effi“, der Lotte-Lehmann-Akademie und in der Stadtbibliothek erfährt man Interessantes aus und über die Arbeit der Einrichtungen, im Stadt- und Regionalmuseum sind die Besucher zu Führungen eingeladen. „Auch wir haben manch kleinen Schatz“, will die Bürgermeisterin schon mal etwas neugierig machen auf den Tag und was er zu bieten haben wird. Übrigens, auch in ihrem Zimmer wird man da fündig. Der alte Stadtplan aus dem Jahre 1914 und natürlich auch das Stadtsiegel, sprich dessen Kopie, haben hier ihren Platz. Denn das Original von 1349 befinde sich im Staatsarchiv von Zerbst, ist handschriftlich auf der Rückseite zu lesen. Das Dokument trägt übrigens die Unterschrift von Max Zeisig und stammt aus dem Jahre 1930. Unterschrieben zudem der damalige Bürgermeister und der Beigeordnete Viereck.

Bewusst hat auch das Museum das Jubiläum 200 Jahre Kreisstadt Perleberg in der Vortragsreihe in den Fokus gerückt, betont sein Leiter Frank Riedel. Sechs Vorträge werde es dazu geben. Den Auftakt macht am kommenden Montag Prof. Dr. Felix Escher, Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg und ehemaliger Lehrbeauftragter für Mittelalterliche Geschichte an der Technischen Universität Berlin. Sein Thema: „Perleberg als Hauptstadt der Prignitz im 16. Jahrhundert“. Perleberg als Kreisstadt des Bezirkes Schwerin (1952 bis 1990) oder die Landräte des Kreises Westprignitz von 1860 bis 1932 sind weitere Vorträge überschrieben. Interessant dürften auch die Ausführungen vom Zeitzeugen sein. Günther Seier, vielen noch als ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadt- und Regionalmuseums ein Begriff, war der erste Präsident des Kreistages Perleberg nach der Wende. Er wird zurückblicken auf seine Amtszeit von 1990 bis 1993. Hans Lange hingegen leitete von 1993 bis 2014 als Landrat die Geschicke des Landkreises Prignitz. Er wird zurückblicken auf Perleberg und die Kreisgebietsreform von 1993.

Das komplette Vortragsangebot ist ab sofort auch auf der städtischen Homepage unter Veranstaltungen einsehbar.

200 Jahre Kreisstadt Perleberg – dieses Jubiläum soll natürlich auch ins Auge fallen. So will die Stadt mit einem Logo künftig den Blick auf all die Angebote richten, die sich darunter einreihen. Und faktisch als Erinnerung an den großen runden Geburtstag der Kreisstadt Perleberg ist die Herausgabe einer Festschrift geplant, in der sich so auch die Vorträge, Aufsätze und Festreden dann in gebundener Form wiederfinden.

 

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