1948: Kochtopf Kartoffeln zur Konfirmation

Pfarrer Litzau schritt voran hin zur Kirche, ihm folgten festlich heraus staffiert die Mädchen.   Fotos: privat
1 von 2
Pfarrer Litzau schritt voran hin zur Kirche, ihm folgten festlich heraus staffiert die Mädchen. Fotos: privat

Erinnerungen des ehemaligen Perleberger Fritz Schuster an jenen 9. Mai vor 65 Jahren

svz.de von
05. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Es sind jetzt 65 Jahre, da Fritz Schuster seine Konfirmation erhielt. Der ehemalige Perleberger, der Ende der 50er Jahre in den Westen ging und heute in Leonberg lebt, besucht in regelmäßigen Abständen seine Heimatstadt. Und da fiel ihm ins Auge, dass der Prignitzer 120 Jahre alt ist. Bevor er sich dieses Mal auf die Reise begab, kramte er so nicht nur in Erinnerungen, sondern durchstöberte auch noch einmal alte Fotos. Zwei, die die Konfirmanden von damals zeigen, Schüler der Volksschule und des Gymnasiums, stellte er dem „Prignitzer“ zur Verfügung.

„Es war der 9. Mai 1948 – ein Tag herrlichsten Sonnenscheins und die Welt voller Flieder“, berichtet er. Mit Pfarrer Litzau marschierten die Konfirmanden zur Kirche. Anschließend wurde natürlich gefeiert. Kein leichtes Unterfangen angesichts des Wenigen, was es damals gab. „Ein Pfund grüner Bohnenkaffee, den man erst rösten musste, kostete 200 Mark, ebenso eine Flasche Likör und ein Pfund Butter“, erinnert er sich. Aus der Niederlausitz hatte sich zur Feier des Tages Verwandtschaft angesagt. „Die hatten dort ein großes Aluminiumwerk und begannen nach dem Krieg Kochtöpfe zu gießen. So brachte Tante Grete einen riesigen Topf voller Kartoffeln mit. Kartoffeln hatten wir aber selbst angebaut, vor allem auch für die zwei Schweine im Stall“, erzählt der Senior. Und so verfütterte die Mutter das „Mitbringsel“ von Tante Grete an das Borstenvieh. Erinnerungen die Fritz Schuster mit seiner Konformation in Perleberg im Mai 1948 verbindet.

Haben auch Sie noch alte Fotos mit denen Sie Erinnerungen an das Perleberg von damals verbinden, dann rufen Sie uns an, Telefon 03876/79958291, oder mailen an pri@prignitzer.de.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Haben auch Sie Fotos mit denen Sie Erinnerungen an ihre Heimatstadt Perleberg verbinden?

Leserkommentare anzeigen