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Der Prignitzer

22. Oktober 2017 | 06:33 Uhr

Berufsideen : 175 PS auf dem Schulhof

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Oberschüler unterwegs auf der Straße der Berufsideen, auf der sich 26 Firmen und Einrichtungen, die ausbilden, präsentierten

von
erstellt am 16.Jun.2017 | 08:00 Uhr

Über 300 Schüler besuchen die Friedrich-Gedike-Oberschule und alle ab der 8. Klasse waren gestern unterwegs auf der Straße der Berufsideen. Johannes Ruser aus der 9. zog es gleich zum 175 PS-starken Schlepper auf dem Schulhof. Die Agrargenossenschaft Karstädt war mit diesem angerollt. Im Cockpit des Giganten der Ackerkrume Jan Milatz, zuständig für die Feldwirtschaft, und Jean Nikisch, Azubi im zweiten Lehrjahr. Wenn Jean fertig ist, hat er seinen Landwirt in der Tasche und zugleich die Fachhochschulreife.

Johannes reizt vor allem die große Technik. Ganz unbeleckt sei er nicht, schließlich arbeite sein Vater in der Landwirtschaft. Auch für Max Wilkerling aus der 8. steht fest, dass es beruflich in die Landwirtschaft geht. Chris Manuel Wiese aus der 9. hat ein Praktikum bei der Agrargenossenschaft absolviert. Alles war dabei, Trecker fahren, Dung laden aber auch Mist streuen, Wiese walzen. Mit Schippe und Besen ging’s genauso zur Sache wie auf dem Schlepper. Landwirt will er werden, „den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, das ist nichts für mich. Ich muss anpacken können.“ Und genau solchen Nachwuchs wünscht sich Jan Milatz. Der Grund auch, warum Marina Maaß von AGRARaktiv die Karstädter nicht groß überreden musste, sich auf der Straße der Berufsideen zu präsentieren.

Auch für Markus Strüber von Oleochemical geht es darum, Berufsnachwuchs zu sichern und „vor allem auch zu zeigen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es hier in der Region gibt“. Denn den Beruf des Chemikanten bildet das Unternehmen in Wittenberge aus. Große Augen bei Sina Preiß aus der 8., dass hier auch handwerkliches Geschickt gefragt ist. In welche berufliche Richtung es mal für sie geht, das wisse sie aber noch nicht. „Ein Grund mehr, sich hier mal umzuschauen.“

Jasmine Eichhorn aus der 10. hat bereits ihren Ausbildungsplatz, interessiert sich aber bei der Awo für ein Praktikum. „Vielleicht werde ich dann irgendwann doch noch Krankenschwester“, räumt sie ein.

Es sei schon erstaunlich, was einem alles direkt vor der Haustür an beruflichen Möglichkeiten geboten werde, so der Tenor der Schüler, die einen vielfach recht praktischen Einblick gestern auf der Straße der Berufsideen erlebten. „Hier wird faktisch zusammengeführt, was zusammengehört, sprich Angebot in Gestalt der Unternehmen und Nachfrage, sprich Schüler und vielleicht künftige Azubis“, betont Schulleiterin Jutta Barfuß. Das Interesse ist auf beiden Seiten groß und so steht für die Schulleiterin fest, bei der nächsten Straße der Berufsideen ist die Perleberger Oberschule wieder mit dabei.  

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