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Elbpromenade Wittenberge : 170 Meter zum Flanieren am Ufer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt gibt ersten Bauabschnitt zwischen Ölmühle und Hafenspeichern frei

Dass die Fertigstellung des ersten Teils der Elpromenade im April dieses Jahres ein kleines Wunder ist, daran ließ Bürgermeister Dr. Oliver Hermann bei der Freigabe gestern Vormittag keinen Zweifel. „Im Juni vergangenen Jahres standen wir auch an dieser Stelle, allerdings auf einem schnell errichteten Notdeich, der diesen Stadtteil vor den Fluten der Elbe schützen sollte. An einen Abschluss der Bauarbeiten an der Promenade nur zehn Monate Später war damals nicht zu denken.“ Einen Dank richtete Hermann sowohl an den zweiten Bauherrn, das Landesumweltamt (LUGV), und die Union Bau aus Perleberg, die die Arbeiten ausführte und „zwischenzeitlich mehr mit der Sicherung der Baustelle vor dem Hochwasser als mit dem Bauen selbst beschäftigt war“, wie der Bürgermeister bemerkt.

Thorsten Thaddey, im LUGV zuständig für Wasserbau und Hochwasserschutz, bezeichnete die Promenade als gelungenes Werk, dass Städtebau, Tourismus und Hochwasserschutz auf vorbildliche Art vereinige. „In der Prignitz ist seit Juni 2013 sehr viel passiert im Hochwasserschutz. Dennoch gibt es nach wie vor wichtige Baustellen, beispielsweise den Rehwischdeich und den Deich bei Hinzdorf, die wir mit Nachdruck vorantreiben.“ Die Teilfertigstellung der Promenade sei aber ein Punkt, an dem man auch mal innehalten und stolz auf das Erreichte blicken könne, so Thaddey.

Dem subjektiven Wohlfühlfaktor, dem sich kaum ein Spaziergänger auf der Promenade wird entziehen können, liegen nüchterne Fakten zugrunde: Auf insgesamt 170 Metern Länge wurden rund 600 Quadratmeter Klinker- und 370 Quadratmeter Granit-Großpflaster verlegt. Für die Promenadenmauer, in die eine Hochwasserspundwand integriert ist, fanden 50 Tonnen Stahlspundbohlen, 45 Kubikmeter Stahlbeton und rund 330 Quadratmeter Verblendmauerwerk Verwendung. Die Öffnungen in der Wand werden im Hochwasserfall mit mobilen Hochwasserschutzplanken abgedichtet. Weiterhin entstanden 52 Parkplätze und eine Radweganbindung an den Packhofstrang. Finanziert wurde das Projekt zu drei Vierteln über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie zu einem Viertel über den Stadtumbau. Letzterer beinhaltet einen kommunalen Eigenanteil von einem Drittel.

Der Startschuss für den zweiten, kürzeren Bauabschnitt erfolgt im Mai oder Juni, im Herbst soll auch dieser übergabefertig sein. Laut Plan sind für die gesamte Promenade 1,972 Millionen Euro veranschlagt. Darin ist der Anteil des LUGV für den Hochwasserschutz nicht eingerechnet. Dieser beträgt allein für den ersten Bauabschnitt 700 000 Euro, informiert Thorsten Thaddey.

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erstellt am 15.Apr.2014 | 22:00 Uhr

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