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Bahnhof Wittenberge bekommt Ausstellung : 170 Jahre lebendige Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schau zum Bahnhofsjubiläum im Stadtmuseum wird durch alte Sammlerstücke bereichert / Broschüre soll nähere Informationen liefern

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erstellt am 24.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Auch wenn seine derzeitige Situation nicht sehr rosig ist, der Bahnhof Wittenberge ist architektonisch reizvoll und kann auf eine nunmehr 170-jährige Geschichte zurückblicken. Grund genug, in einer Ausstellung ab dem 22. Oktober auf die bewegte Zeit zurückzublicken. Der Bahnhof wurde am 15. Oktober 1846 eröffnet.

Derzeit werden die letzten Ausstellungsstücke noch zusammengetragen. Verantwortlich für die Konzeption der Schau zeichnen das Stadtmuseum und die sieben Mitglieder zählende Traditionsgemeinschaft Deutsche Reichsbahn Wittenberge. „Wir sind ein lockerer Zusammenschluss, zu dem zum Beispiel ehemalige Bahnvorsteher gehören“, erklärt Mario Sembritzki. Er selbst war früher im Bahnwerk tätig und arbeitet heute im Instandhaltungswerk in der Breeser Straße. Am Donnerstagabend trafen sich die Organisatoren der Ausstellung im Torwächterhäuschen. Vieles gibt es noch zu besprechen. Was soll wie gezeigt werden? Worauf konzentriert man sich am besten? „Die Geschichte des gesamten Bahngeländes ist viel zu umfangreich für eine Schau. Deswegen thematisieren wir nur den Bahnhof selbst“, so Museumsleiterin Birka Stövesandt. Wegen dieser Informationsfülle wurde zusätzlich eine Broschüre erstellt. Auf 160 Seiten gibt es für je acht Euro parallel zur Schau vertiefende Informationen über den Bahnhof.

Noch immer sind potenzielle Ausstellungsstücke gern gesehen, können im Stadtmuseum, Putlitzstraße 2, vorbeigebracht werden. Ein besonderes Schmuckstück der Ausstellung wird ein Morsegerät von Beginn des 20. Jahrhunderts sein. „Das kann auch benutzt werden. Wir werden das Morsealphabet auslegen und dann kann sich jeder versuchen“, so Birka Stövesandt. Auch historische Uniformen werden gezeigt. Dass die Zusammenstellung solch einer Schau kostspielig ist, weiß die Museumschefin. So kostet die Leihe einiger der Uniformen von einem Schweriner Verein 1500 Euro. „Deswegen sind wir für Spenden immer dankbar.“

Das 170-jährige Bahnjubiläum feiern die ehemaligen Mitarbeiter des Bahnbetriebswerks schon mal am 15. Oktober ab 18 Uhr in der Gaststätte „Fuchsbau“, Motricher Straße. Laut Mit-Organisator Mario Sembritzki liegen bereits mehr als 50 Anmeldungen vor, es können aber noch mehr werden. Willkommen sind alle ehemaligen Mitarbeiter.

Anmeldungen unter Telefon 03877/66688 oder 03877/72775.

 

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