Großübung in Klein Lüben : 16 Wehren löschen „Waldbrand“

Mirko Möller und Willfried Schütt verhindern ein Übergreifen der „Flammen“ auf den Rinderstall. Fotos: Barbara Haak (3)
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Mirko Möller und Willfried Schütt verhindern ein Übergreifen der „Flammen“ auf den Rinderstall. Fotos: Barbara Haak (3)

Für 141 Feuerwehrleute ging es am Sonnabendvormittag nach Klein Lüben zu einem gemeinsamen Einsatz – es war zum Glück nur eine Übung

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29. März 2015, 22:00 Uhr

Ab nach Klein Lüben, so das Kommando am Samstagvormittag für die 14 Ortswehren aus dem Amt Bad Wilsnack/Weisen sowie Kameraden aus Hinzdorf und Perleberg. Das mehrere hundert Hektar umfassende Waldgebiet dort stand zum Glück nicht in Flammen. „Wir gehen für unsere Übung heute aber davon aus“, erklären Amtsbrandmeister Roland Muntau und sein Stellvertreter Torsten Blüthmann, während sie mit dem Finger auf der Karte das Gebiet einkreisen, in dem die Kameraden das angenommene Feuer bekämpfen müssen. Ausgangspunkt der Großschadenslage, wie die Wehrfachleute es nennen, ist eine Szenerie, wie sie sich tatsächlich abspielen kann. „Wir gehen davon aus, dass sich nach mehreren Tagen Hitze und bei böigem Wind aus Nordost südlich der Bahnstrecke zwischen Klein und Groß Lüben ein Feuer ausbreitet“, erklärt Blüthmann.

Am Samstag rücken nach den Alarmierungen zwischen 8.27 und 8.59 Uhr 141 Männer und Frauen mit einem Großaufgebot an Technik Richtung Klein Lüben aus, um mit dem „Feuer“ fertig zu werden. Einfach löschen ist nicht. Taktische Entscheidungen sind zu treffen. Bad Wilsnacker Kameraden gehören zu jenen, die im Wald einen Löschriegel bilden, um die Feuerintensität zu vermindern. Sie sorgen auch am Rinderstall Klein Lüben mit dafür, dass die Flammen die Tiere nicht gefährden. „Eine solche Brandbekämpfung muss geprobt werden, auch wenn man an einem Vormittag wie diesem vielleicht noch etwas anderes zu tun hätte. Aber wir sind eben Feuerwehrleute“, sagen die Wilsnacker Kameraden Wilfried Schütt, Mirko Möller und Eckhard Grimm. Andere Kameraden stellen den Schutz des einzelstehenden Gehöfts im alten Wittenberger Weg sicher. Kameraden aus Hinzdorf sind mit für den Aufbau der stabilen Wasserversorgung zuständig. „Unsere Wehr verfügt über einen Schlauchtransport-Anhänger. Mit dem sind wir hier im Einsatz, denn damit kann die Wasserversorgung bis zu 500 Meter aufgebaut werden“, erklärt der Hinzdorfer Sebastian Ehrhorn. In dem Waldgebiet befinden sich zwei Löschwasserteiche. Von dorther muss das Nass herangepumpt werden. Insgesamt kämpfen die Feuerwehrleute an vier Abschnitten gegen das vermeintliche Flammenmeer.

„Wir sind zufrieden. Es hat geklappt“, resümieren Amtsbrandmeister und Stellvertreter und stimmen in dieser Einschätzung mit dem Kreisbrandmeister Holger Rohde und dessen Stellvertreter Volker Lehmann überein.

Eingebunden war in die Übung auch das kreisliche Amt für Katastrophenschutz. So stellte es beispielsweise die noch nicht in jeder Wehr vorhandenen digitalen Funkgeräte zur Verfügung. „Es ist doch zwingend, dass der Katastrophenschutz und die freiwilligen Feuerwehren sehr eng miteinander verzahnt sind“, sagt Sachbereichsleiter Erich Schlotthauer.

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