15-Jährige aus Jugendpsychiatrie entlassen: Mädchen schlug Mutter

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25. Mai 2012, 06:05 Uhr

Wittenberge | Eine in die Ruppiner Kliniken zwangseingewiesene 15-jährige Wittenbergerin wurde Donnerstagnachmittag vom behandelnden Arzt aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie entlassen. Da gegen das Mädchen ein Untersuchungshaftbefehl vorlag, wurde es festgenommen und im Amtsgericht Prignitz vorgeführt. Eine Richterin setzte den Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug. Das Mädchen konnte wieder nach Hause.

Die Mutter der 15-Jährigen hatte am Mittwochnachmittag die Polizei gerufen, weil ihre Tochter sie angegriffen und verletzt hatte. Außerdem beschädigte die Heranwachsende sämtliches Mobiliar in der Wohnung.

Streit um Geld

Grund für diesen Ausraster: Die beiden stritten um Geld, das die Tochter von ihrer Mutter wollte. Als die Polizeibeamten in der Wohnung eintrafen, wollte die 15-Jährige weg. Die Beamten hinderten sie daran. Das Mädchen beleidigte sowie bedrohte sie und leistete erheblichen Widerstand. Die Polizisten forderten einen Rettungswagen und einen Arzt an. Dieser wies die Heranwachsende zwangsweise ins Krankenhaus Perleberg ein. Schon kurze Zeit später verschwand das Mädchen von dort und tauchte wieder in der elterlichen Wohnung auf. Daraufhin wurde sie in die Ruppiner Kliniken zwangseingewiesen. Gegen das Mädchen lag außerdem besagter Haftbefehl wegen Diebstahls vor. Die Wittenbergerin ist der Polizei wegen mehrerer Straftaten und als Drogenkonsumentin bekannt. Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen.

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