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Bilanz der Perleberger Wehr : 149 Mal rief der Pieper zum Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

56 Brände und 93 technische Hilfeleistungen – ein ganz normales Jahr für die Perleberger Feuerwehren

von
erstellt am 06.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Aus Sicht der Perleberger Feuerwehren war 2016 ein ganz normales Jahr. „149 Einsätze, davon 56 Brände und 93 technische Hilfeleistungen“, bilanziert Stadtwehrführer Thomas Gäde. Der Wohnungsbrand Anfang des Jahres in einem Mehrfamilienhaus in der Hamburger Straße zähle da zu den größten Einsätzen. „Neun Menschen mussten wir retten, zwei über die Drehleiter, da anders kein Durchkommen mehr war“, so Thomas Gäde.

Lebhaft in Erinnerung sind auch noch die Einsätze in Wittenberge bei Austrotherm und in Karstädt. Zur Unterstützung wurden sie angefordert, halfen in Karstädt, mit dem Rettungsdienst die Bewohner von drei Aufgängen eines Neubaublocks zu evakuieren.

2016: Das war zudem die groß angelegte Übung des Landkreises an der Pipeline bei Dergenthin; da waren das Jugendlager, der gemeinsame Stadtfeuerwehrtag mit Wittenberge und der Aktionstag der Jugendwehren. Fertiggestellt wurde der Parkplatz an der Perleberger Feuerwache, das Quitzower Gerätehaus erhielt ein neues Dach. „Das waren finanziell gesehen schon ganz schöne Hausnummern“, räumt Uwe Schleich, zuständig für die Wehren bei der Stadt, ein. Und die nächsten Investitionen werden bereits getätigt, denn auch die Sanierung des Daches der Perleberger Feuerwehr ist bereits in Arbeit. Geplant ist zudem in diesem Jahr die Instandsetzung oder wenn es nicht anders gehe, die Erneuerung von je einem Flachspiegelbrunnen in Schönfeld und Sükow. Rund 8000 Euro koste ein neuer, die Reparatur wäre um einiges billiger, aber auch nicht zum Null-Tarif zu haben. Im Plan sei auch ein neuer Kommandowagen, doch ob der komme, sei abhängig vom Haushalt. Der sei noch nicht bestätigt. Geschuldet den gestiegenen Preisen falle der kostenmäßige Ansatz für Bekleidung auch höher aus. „Und dabei reicht es nur für den laufenden Ersatz. Unser Ziel ist es, einmal Wechselmontur für jeden Kameraden zu haben“, so Uwe Schleich. Derzeit habe man hier keine Reserven, wer beim Einsatz nass wird, fährt unter Umständen so auch zum nächsten. Neue Kameraden können erst in einem halben Jahr eingekleidet werden, da die Lieferzeiten ebenso lang seien. „Wir wollen nicht nur, dass sie so schnell wie möglich die Ausbildung mitmachen, die Uniform ist auch ein Stück Motivation“, betont Thomas Gäde. Im gleichen Atemzug nennt er die große Akzeptanz der Wehr bei den Stadtvertretern sowie der Verwaltung und verbindet das mit einem Dankeschön.

„Die Perleberger erhalten bereits eine Sekundäralarmierung aufs Handy mit der Option der Rückmeldung. So weiß der Einsatzleiter auch sofort, mit welchem Kameraden er bei der Lage rechnen und entsprechend planen kann“, erläutert Thomas Gäde. Das ist eine Investition von zirka 500 Euro für jeden Kameraden. Die Stadt übernahm dabei die Kosten für die Software, der Förderverein der Feuerwehr, die für die Hardware. Jetzt wolle man schauen, wie diese Zusatzalarmierung auch für die Wehren der Ortsteile möglich werde.

Die Perleberger Wehren sind auf dem Stand der Technik und entsprechend den örtlichen Anforderungen und dem Gefahrenpotial ausgerüstet, resümiert der Stadtwehrführer. Doch darauf könne man sich nicht ausruhen. Zum einen entwickeln sich Technik und Ausrüstung ständig weiter. Je besser die Ausrüstung, um so schneller kann man im Einsatz agieren und das mit weniger Manpower, so Uwe Schleich. Zum anderen gebe es ständig auch neue Herausforderungen durch neue Autos und Materialien. Nicht nur E-Fahrzeuge nennt er da, auch Hybrid-Fahrzeuge. „Bei zirka 400 Volt Gleichspannung kann der Umgang mit der Rettungsschere zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen“, so Schleich. Ob Photovoltaik oder Windkraft, kurzum alle erneuerbare Energien stellen auch neue Ansprüche im Fall der Fälle.

Hinsichtlich der A 14 seien die Perleberger Wehren gut aufgestellt. „Unser hydraulisches Rettungsgerät entspricht dem Stand der Technik, unser Großraumlöschfahrzeug ist einsatzbereit. Als Feuerwehr werden wir aber nur zur Unterstützung alarmiert“, so der Stadtwehrführer.  

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