Awo-Radwandergruppe : 1300 Kilometer auf dem Drahtesel

Auf geht’s: Ziel der letzten Tour 2013 war Düpow. Schon im Januar beginnt bei den Radlern die neue Saison.
Auf geht’s: Ziel der letzten Tour 2013 war Düpow. Schon im Januar beginnt bei den Radlern die neue Saison.

Einmal wöchentlich geht die Fahrradgruppe der Awo seit 20 Jahren auf Tour, erkundet die Region diesseits und jenseits der Elbe. 2013 ist ein gutes Jahr gewesen. Schon Anfang Januar geht es wieder weiter.

svz.de von
05. Dezember 2013, 17:49 Uhr

Sie radeln und radeln, das ganze Jahr über. Nur im Dezember, da gönnen sie sich eine Pause. Die Rede ist von der großen Radwandergruppe der Awo-Begegnungsstätte. Eine etwa gleichbleibende Zahl von 17 Frauen und Männern erkundet bereits seit gut 20 Jahren einmal wöchentlich mit dem Fahrrad ausgiebig die Region.

Dieser Tage hatten sie ihre letzte Ausfahrt für 2013. Sie führte nach Düpow. Schon Anfang Januar jedoch, erzählt Rita Tessnow, geht es bereits wieder auf Tour, wird die Saison 2014 eröffnet. Nur außerordentlich widrige Straßenverhältnisse bzw. Witterungsbedingungen können die Unentwegten zur Pause zwingen. „Wir sind hart im Nehmen“, sagt Rita Tessnow, die die Gruppe seit April 2006 betreut. Sie führt auch gewissenhaft Buch über die Aktivitäten der Radler. 2013, meint sie, sei ein gutes Jahr gewesen. „Obwohl wir die Saisonhöhepunkte – Anradeln und Tour de Prignitz – ausnahmsweise nicht absolviert haben und auch nicht, wie sonst, einmal auf die andere Seite der Elbe gefahren sind, kamen insgesamt gut 1300 Kilometer zusammen.“ 2012 seien es etwa 100 Kilometer mehr gewesen. Im Sommer kann eine Ausfahrt schon mal bei rund 50 Kilometern liegen, im Frühling, Herbst und Winter sind die Strecken entsprechend etwas kürzer.

Hinzdorf, Grube, Dallmin, Mankmuß, Cumlosen, Bentwisch und zahlreiche weitere Ziele steuern die Senioren an und kehren dabei meistens auch in einer gastlichen Stätte ein. Wichtig bei der Auswahl der Strecken sei aber nicht nur das Ziel, sondern auch, dass man auf vernünftigen Radwegen bzw. wenig befahrenen Landstraßen radeln könne, so Rita Tessnow. In diesem Zusammenhang bedauern es die Radler schon seit Jahren, dass es keinen annehmbaren Weg nach Bad Wilsnack gibt. Schon allein wegen des neuen Kurparks würde sich die Gruppe sonst sicher häufiger auf den Weg dorthin machen.

Der gute Zusammenhalt in der Truppe und das gemeinsame, ausgeprägte Interesse am Radtourenfahren mache jeden Donnerstag immer wieder aufs Neue Lust auf gemeinsame Unternehmungen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger sei es das, was die Radler zusammenschmiede, so Rita Tessnow. Eine Besonderheit ist sicher auch das Durchschnittsalter: Die Frauen und Männer, allesamt aus Perleberg, sind immerhin schon zwischen 70 und 80 Jahre alt. Gibt es einen besseren Beweis dafür, dass Radeln fit hält? Die Gruppe meint: „Nein!“, schwingt sich auf die Drahtesel und nimmt vergnügt Kurs auf das Tagesziel.

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