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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 07:26 Uhr

1200 Euro für das Stadtmodell

vom

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2012 | 10:02 Uhr

Perleberg | Insgesamt 18 Firmen aus der Region waren am Um- und Ausbau des Gebäudes Großer Markt 12 beteiligt. Sie bedankten sich mit einem Scheck für den Auftrag und die Zusammenarbeit. 1200 Euro übergab Architekt Klaus Röpke dem Vorsitzenden des Bürgervereins Dieter Kreutzer.

Der Verein initiiert aus Anlass seines 15-jährigen Bestehens, das er in diesem Jahr begeht, die Anfertigung eines bronzenen Stadtmodells. Die Plastik, die die Altstadtinsel im Maßstab 1:550 darstellt, soll ergänzend zu den Stadtmodellen im Museum und in der Stadt-Info fungieren. Und gewonnen habe man dafür den nordrhein-westfälische Bildhauer und Objektdesigner Egbert Broerken aus Welver.

Egbert Broerken hat vor 20 Jahren erstmals in Münster und seitdem in zirka 50 Städten in Deutschland und weiteren rund 20 Städten in Europa sein Projekt "Stadtmodell zum Sehen, Fühlen und Begreifen" verwirklicht. Das jüngste stehe in Wismar, so Dieter Kreutzer. Mit Schülern und Lehrern der Westfälischen Blindenschule in Soest entwickelte der Bildhauer die optimale Tastbarkeit der Modelle und mit der Bronzegießerei ein spezielles Verfahren für die filigranen Erläuterungen in Blindenschrift. Die Stadtmodelle entstehen im Wachsausschmelz-Verfahren, einer alten handwerklichen Kunst, die Detailtreue und Unverwüstlichkeit der bronzenen Reliefs garantiert. Sowohl sehenden als auch sehbehinderten Menschen eröffnen sich mit den Miniatur-Stadtansichten ganz neue Blickwinkel und Perspektiven. Die Bronzeplastiken an markanten Plätzen der Städte seien beliebte Ziele für Blinde und Sehbehinderte, Grundschulklassen und Kindereinrichtungen und Ausgangspunkte für Stadtführungen.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Vergabe des Auftrags, so Dieter Kreutzer, der davon ausgeht, dass dieser noch im Oktober erteilt werde.

Rund 25 000 Euro wird die Bronzeplastik kosten. 50 Prozent kommen aus Städtebaufördermitteln, konkret aus dem Programm "Aktive Stadtteilzentren" (ASZ), die andere Hälfte, die immer noch eine beträchtliche Summe ausmacht, bringt der Bürgerverein als Eigenanteil auf. Und baut dabei auf Unterstützung. "Wir haben uns an zahlreiche Sponsoren gewandt in der Hoffnung, dass der Perleberger Mittelstand sich mit zu dieser schönen Aufgabe bekennt und sich beteiligt", so der Vereinsvorsitzende.

Das Modell soll auf dem Kirchplatz in Richtung Schulgang seinen Platz erhalten. Acht bis zehn Monate dauere die Anfertigung. "Wir rechnen damit, dass die Bronzeplastik im Herbst 2013 aufgestellt wird", meint Dieter Kreutzer. Dann wäre Perleberg die kleinste Stadt, die so ein Modell hat.

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