112 – Einsatz für Karstädter Wehren

Geburtstags-Blauröcke luden zum Gemeindeausscheid und abends zum Ball / Tafel erinnert ans Jubiläum

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28. Mai 2017, 15:36 Uhr

112 – Notruf der Feuerwehr: Am Sonnabend allerdings war es der Grund zum Feiern. Denn im Februar vor 112 Jahren wurde die Karstädter Wehr gegründet. Da gebe es natürlich viel zu erzählen, deutet Hartmut Gerloff an, dass es ein langer Tag werden würde. Selbst ist er seit 45 Jahren Mitglied bei den Karstädter Blauröcken und seit 20 Jahren ihr Wehrführer. Er beschränkt sich an Anbetracht des Tagesprogramms aber auf einen Kurzdurchlauf: 1905 wurde das Gerätehaus eingeweiht, 1999 das neue Depot, ein Jahr zuvor gründete sich der Feuerwehrförderverein, der seither auch Hausherr im alten Spritzenhaus ist. 1957 gab es das erste Löschfahrzeug, zum Jahresende soll es wieder eins geben.

Rund 80 Mitglieder zählt die Wehr, davon 39 aktive. Und seit über 30 Jahren gibt es auch eine Jugendwehr. Eine Tafel auf einem Findling vom A 14-Bau erinnert seit Sonnabend vor dem alten Gerätehaus daran, dass die 112 im wahrsten Sinne des Wortes die Karstädter Blauröcke auf den Plan ruft.

Sodann wurde es sportlich, denn das Geburtstagskind war zugleich Gastgeber für den Gemeindeausscheid. Zum Wettstreit in den Disziplinen Löschangriff nass, Angriffsübung nass und Leinenverbindungen angetreten waren 14 von 17 Wehren der Gemeinde mit 15 Mannschaften. „Es war ein fairer Wettstreit, bei dem die Kameradschaft im Vordergrund stand und sich Premslin/Glövzin verdient durchsetzte“, resümierte Maik Hortig. Zugleich dankte der Gemeindewehrführer der Ortswehr Karstädt als guter Gastgeber, den Kampfrichtern und dem THW Wittenberge, welches das Wettkampfgeschehen mit einer Hebekissen-Spaßübung unterstützte.

Björn Menk freute sich über die zehn Mannschaften, die im Nachwuchsbereich ihre Kräfte maßen. „Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass alle Jugendwehren Mannschaften entsenden.“ Doch dem standen Jugendweihefeiern in einigen Orten entgegen. Durch den Wechsel von Jugendlichen in die Erwachsenenwehr werde es wieder ein Loch im Nachwuchsbereich geben, so Menk.

Zuwachs bekommen die Karstädter mit Sebastian Koziolek (6), der sich am Sonnabend bei der Jugendfeuerwehr meldete. „Uns macht es hier Spaß“, erklären Nele und Pia Zlotovitz. Kein Wunder, stammen die Sechs- bzw. Neunjährige doch aus einer Feuerwehrfamilie.

Zu den zahlreichen Besuchern gehörten nicht nur Zuschauer aus dem Gemeindebereich, sondern auch Zaungäste aus Neuhausen und Seddin. Deren Ortswehren wurden jüngst Sieger bei den Feuerwehrtagen des Amtes Putlitz/Berge bzw. der Gemeinde Groß Pankow. „Wir wollen uns anschauen, was andere Wehren so machen und Zeiten vergleichen“, verriet Ramon Brandt aus Seddin.

Zufrieden zeigte sich am Ende Hartmut Gerloff. „Es hat alles super geklappt. Wichtig ist uns die Kameradschaft und, dass man sich bei Einsätzen aufeinander verlassen kann.“ Mit weit über 100 Gästen ließen die Gastgeber am Abend den Tag mit einem öffentlichen Feuerwehrball ausklingen.

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